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TUI: Jetzt wird die Axt geschwungen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

TUI will den deutschen Ferienflieger TUIfly um rund die Hälfte verkleinern. Der Deal mit Boeing hilft dabei – und auch die Pläne für den Ferienflug ab dem 17. Juni stehen. Beruhigung ist für die TUI-Aktie jedoch noch nicht in Sicht.

Das Management habe die Verkleinerungs-Pläne am Donnerstag den Mitarbeitern vorgestellt, bestätigte ein TUIfly-Sprecher. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing +2,31% 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen.

Dem Nachrichtensender "n-tv" zufolge stehen daher die Jobs von 700 Mitarbeitern auf der Kippe, davon 230 Vollzeitstellen. Ein TUIfly-Sprecher wollte die Zahlen nicht bestätigen. Ziel sei es, die verkleinerte Flotte über das ganze Jahr hinweg auslasten zu können und nicht im reiseschwachen Winter zu viele Flugzeuge zu haben.

Das Geschäft von TUIfly ist wie bei anderen Fluggesellschaften durch die Corona-Krise praktisch weggebrochen. Bis zu sieben der TUIfly-Maschinen waren bisher für die Lufthansa +3,68%-Tochter Eurowings im Einsatz. Diese Verträge laufen aber aus, und auch Eurowings verkleinert die Flotte. Bei der Verkleinerung hilft auch der Deal mit Boeing vom Mittwoch. TUI hat mit dem Flugzeugbauer ausgehandelt, dass der Konzern bestellte neue Maschinen vom Typ 737 Max erst später abnehmen muss.

Am 17. Juni will TUIfly den Ferienflug wiederaufnehmen. Der Start eines eigenen Langstreckenangebots liegt dem Sprecher zufolge nun aber auf Eis. Eigentlich wollte TUIfly Urlauber ab November mit zwei Jets vom Typ Boeing 787 "Dreamliner" nach Mexiko und in die Dominikanische Republik bringen. Dies sei angesichts der Corona-Krise aber derzeit nicht sinnvoll, sagte der Sprecher.

Das macht die Aktie von TUI

Die Hoffnung auf Sommerreisen, dann der Rückschlag auf einigen Corona-geplagten Märkten wie Großbritannien, dann der Deal mit Boeing. Die Aktie von TUI -1,10% bleibt hochvolatil, was ein Indiz für die Nervosität der Anleger in Zeiten der Corona-Krise ist. In den vergangenen Tagen hat sich der Markt zwar etwas beruhigt und auch heute zeigt sich TUI mit einem Plus von 0,9 Prozent auf 5,44 Euro relativ unbewegt. Kommen positive News, kann jedoch leicht wieder die 90-Tage-Linie attackiert werden – und auch Kurse im Bereich von 3 Euro können schnell wieder möglich sein. Die TUI-Aktie bleibt hochspekulativ.

Mit Material von dpaAFX.
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