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TUI: Stabilisierungspaket steht – doch Stabilität sieht anders aus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

TUI will nächstes Jahr nicht nur ein reduziertes Urlaubsangebot vermarkten, sondern sich auch zu einer digitalen Plattform wandeln. Der zweite milliardenschwere Staatskredit macht’s möglich.

Mit einem Umfang von rund 80 Prozent des Vorkrisenniveaus könne man die Reisen zu profitablen Preisen verkaufen, sagte Konzernchef Fritz Joussen am Mittwochabend. Bei einer schnellen Erholung der Nachfrage bestehe dann allerdings die Gefahr, Marktanteile zu verlieren. Ein "normales Buchungsjahr" erwarte er erst wieder 2022.

"Der Spaß am Urlaub ist eigentlich da", sagte Joussen. Das belegten die hohen Vorbuchungen der Kunden für den Sommer 2021. Über die Entwicklung des Reisejahres 2021 entscheiden laut Joussen die Buchungen in den Monaten Januar bis März. Grundsätzlich positiv sollte sich für den Marktführer das Ausscheiden des insolventen Konkurrenten Thomas Cook auswirken.

Wandel in der Krise

In der Krise will sich der staatlich gestützte Konzern zu einer digitalen Plattform wandeln, sagte Joussen. Er will jährliche Kosten von bis zu 400 Millionen Euro einsparen und rund 8.000 Stellen abbauen. Unter anderem soll dazu die konzerneigene deutsche Fluggesellschaft TUIfly von 39 auf 17 Maschinen verkleinert werden. Er rechne nach der Krise mit einem großen Angebot an Hotels und Flügen, so dass man Sitzplätze besser einkaufen könne als sie selbst vorzuhalten.

Zweiter Milliardenkredit kann kommen

Sämtliche Voraussetzungen für eine weitere Kreditlinie der KfW-Bank wurden zudem erfüllt. Nun erhält der weltgrößte Reisekonzern weitere 1,2 Milliarden Euro, um die Corona-Krise zu bewältigen.

Einschließlich dieses zweiten Stabilisierungspakets verfügt die TUI damit nach eigenen Angaben über Finanzmittel in Höhe von rund 2,0 Milliarden Euro. Das Paket stelle ausreichend Liquidität sicher, um die saisonalen Schwankungen im Winter 20/21 abzudecken, teilte das Unternehmen mit.

Das macht die Aktie von TUI

Ganz und gar nicht stabilisiert zeigt sich die TUI-Aktie -4,43%. Nachdem am Mittwoch der Weg für einen zweiten Staatskredit frei war, ging es zwar für das Papier wieder nach oben. Doch auf dem Niveau von 3 Euro notiert die Aktie auf den Tiefstständen zu Zeiten des Corona-Crash.

Mit Material von dpaAFX.
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