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UBS: Darum ist die Aktie heute SMI-Spitzenreiter

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Günstige Marktbedingungen und eine gute Stimmung bei den Anlegern haben der Großbank UBS -5,82% im Sommer einen überraschend hohen Milliardengewinn beschert. Unter dem Strich stand in dem üblicherweise eher schwächeren dritten Quartal ein Gewinn von knapp 2,3 Milliarden US-Dollar (rund 2 Milliarden Euro), wie das größte Geldhaus der Schweiz am Dienstag in Zürich mitteilte.

Damit erzielte die UBS das beste Quartalsergebnis seit 2015 und den höchsten Gewinn in einem dritten Quartal seit 2007. Folglich übertraf das Institut die Erwartungen von Analysten deutlich. Im Sommer lief es für die UBS erneut glänzend. "Trotz der zuletzt beobachteten Unsicherheit präsentierten sich Markt und wirtschaftliches Umfeld im dritten Quartal weitgehend positiv", sagte Bankchef Ralph Hamers.

Wachsende Nettozuflüsse 

So investierten die Kunden der hauseigenen Vermögensverwaltung netto 19 Milliarden Dollar an frischem Geld in gebührengenerierende Anlagen. Damit summieren sich die Zuflüsse im bisherigen Jahresverlauf auf 80 Milliarden Dollar. Weil die Kunden eifrig handelten, legte zudem der transaktionsbasierte Ertrag der Sparte in den ersten drei Quartalen um acht Prozent zu.

Kreditausfallsorgen schwinden 

Mögliche Kreditausfälle im Zuge der Corona-Krise bereiten der UBS-Führung derweil immer weniger Sorgen. Die Bank löste zum 30. September weitere Rückstellungen für faule Kredite in Höhe von 14 Millionen Dollar auf, nachdem sie ein Jahr zuvor noch 89 Millionen dafür zur Seite gelegt hatte. Damit hat sie seit Jahresbeginn Risikovorsorge in Höhe von 121 Millionen Dollar aufgelöst. 

Wichtiger Termin voraus 

Unterdessen wartet die UBS immer noch auf eine Entscheidung mit absehbar milliardenschweren Folgen. Denn am 13. Dezember will ein französisches Gericht seine Entscheidung im Berufungsprozess der UBS um mutmaßlichen Steuerbetrug in Frankreich fällen. Vor zwei Jahren war die Bank in erster Instanz zu einer Rekordgeldbuße von mehr als 3,7 Milliarden Euro verurteilt worden, hat dagegen aber Berufung eingelegt. Sie wies Vorwürfe eines strafbaren Fehlverhaltens zurück. Für die UBS geht es dem eigenen Geschäftsbericht zufolge um Forderungen von insgesamt 4,5 Milliarden Euro.

Die Staatsanwälte hatten der UBS vorgeworfen, in den Jahren 2004 bis 2012 Beschäftigte nach Frankreich geschickt zu haben, um dort reiche Kundschaft anzuwerben. Die UBS solle die Klientel dann dazu animiert haben, ihr Geld in der Schweiz und damit vorbei am französischen Fiskus zu platzieren. 

Weitere Aktienrückkäufe geplant 

Bereits in diesem Jahr gibt die UBS Kapital an ihre Anteilseigner zurück: In den ersten neun Monaten erwarb die Großbank eigene Aktien im Wert von zwei Milliarden Dollar. Im vierten Quartal will sie erneut bis zu 600 Millionen Dollar in Aktienrückkäufe stecken.

Das macht die UBS-Aktie 

Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten gut an. Kurz nach Handelsbeginn in Zürich legte die UBS-Aktie um 2,5 Prozent zu und war damit Spitzenreiter im schweizerischen Leitindex SMI -2,01%. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier bereits gut ein Drittel an Wert gewonnen und wird damit sogar rund ein Viertel teurer gehandelt als vor Beginn der Corona-Krise im Februar 2020.

Sechs-Monats-Chart UBS (in Schweizer Franken)
Mit Material von dpa-AFX.
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