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Überraschung: Infineon hat's geschafft – Nokia und Varta müssen weichen

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Index-Tochter der Deutschen Börse hat in der Nacht zum Dienstag die Veränderungen in den großen europäischen Aktienindizes bekannt gegeben. Womit in den vergangenen Wochen kaum jemand mehr gerechnet hat: Der Münchner Chiphersteller Infineon wird noch in diesem Monat in den Leitindex der Eurozone, den EuroStoxx 50, aufgenommen. Und es gibt noch eine weitere große Überraschung.

Infineon ersetzt im September den Netzwerkausrüster Nokia im wichtigen europäischen Auswahlindex EuroStoxx 50. Der Indexanbieter Qontigo begründete den Vorgang in einer am späten Montagabend veröffentlichten Mitteilung mit der sogenannten Fast-Entry-Regel.

Bei diesen außerordentlichen Index-Überprüfungen muss eine Aktie zunächst auf die Auswahlliste des Index-Anbieters gelangen und dort beim Börsenwert nach Streubesitz mindestens auf Platz 25 kommen. Infineon hat es beim EuroStoxx 50 zum Stichtag 26. Februar geschafft.

Das Nachsehen bei der außerordentlichen Überprüfung der Indizes durch die Deutsche-Börse-Tochter Stoxx haben die spanische Bank BBVA und auch der aus Fiat Chrysler und PSA entstandene Autobauer Stellantis.

Auch der deutsche Batterie-Hersteller Varta muss einen Rückschlag verkraften. Die bei Anlegern so beliebte Aktie wird künftig nicht mehr im Stoxx Europe 600 Index vertreten sein. Stattdessen wird Medikamenten-Versender Shop Apotheke Europe aufgenommen.

Auch das Immobilien-Unternehmen Adler Group und Telefonica Deutschland müssen den marktbreiten Europa-Index verlassen. Neu im 600er-Index sind unter anderem noch EasyJet und Nordic Semiconductor.

Umgesetzt werden alle Änderungen zum Handelsstart am 22. März. Wichtig sind sie vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Diese müssen ihre Anlagen dann entsprechend umschichten und umgewichten, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Entsprechend positiv dürften am Dienstag die Aktien von Infineon reagieren, die in den vergangenen Monaten schon stark gelaufen sind, sowie Shop Apotheke. Die Absteiger hingegen dürften Kursverluste erleiden. (Mit Material von dpa-AfX)

Börsen. Briefing., Martin Mrowka

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