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Umsatzwarnung setzt United Internet und 1&1 Drillisch zu

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

United Internet und die Tochter 1&1 Drillisch rechnen 2020 mit weniger Wachstum als bisher. Zwar wurde die Gewinnprognose bestätigt – doch das dritte Quartal zeigt, dass auch sie auf wackligen Beinen stehen könnte.

1&1 Drillisch sowie United Internet rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Erlösplus von drei nach zuvor vier Prozent, wie beide Unternehmen am Donnerstagabend mitteilten. Die Gewinnprognose von United Internet für das EBITDA bleibt mit 1,18 Milliarden Euro unverändert, rund 600 Millionen davon sollen weiterhin von 1&1 Drillisch kommen.

Weil die Bestandskunden von 1&1 Drillisch weniger in neue Tarife wechseln und damit auch weniger auf neue Smartphones und Tablets umsteigen, dürften die Hardwareerlöse nicht so hoch ausfallen wie bisher geplant. Allerdings verdient der Konzern mit den Endgeräten ohnehin wenig, die Gewinnprognose blieb daher unverändert.

Die Prognosen bleiben aber unter anderem wegen der Corona-Pandemie unsicher. Zudem sei das Ergebnis der laufenden Verhandlungen mit Telefonica Deutschland -0,73% nicht absehbar. Den Großteil der eigenen Mobilfunkkapazität mietet 1&1 Drillisch bei der deutschen Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns.

Ergebnis im dritten Quartal belastet

Im dritten Quartal legte der Umsatz von United Internet um rund zwei Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu. Der Erlös mit Telekommunikationsdienstleistungen stieg mit knapp drei Prozent etwas stärker. Die Covid-19-Krise habe knapp 12 Millionen Euro Umsatz gekostet, hieß es.

Das operative Ergebnis ging um zwölf Prozent auf 276 Millionen Euro zurück. Analysten hatten hier mit deutlich weniger Rückgang kalkuliert. Ohne Sonderposten, zu denen Corona-Effekte und die aus Unternehmenssicht ungerechtfertigte Preiserhöhung von Telefonica zählen, wäre das Ergebnis um 1,8 Prozent gestiegen.

Die Geschäfte mit Netzzugängen und Internetanwendungen für Firmen wie Webseiten-Hosting und Datenspeicher wuchsen zwar, verzeichneten aber ebenfalls einen Ergebnisrückgang. Auch die Angeboten für Privatkunden wie die Maildienstleister GMX und Web.de ließen beim Ergebnis Federn. Sie werden unter anderem durch Online-Werbung finanziert.

Das machen die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch

Die im MDAX gelistete United-Internet-Aktie -1,02% gab im frühen Handel rund 2,6 Prozent nach und die im SDAX notierten Papiere von 1&1 Drillisch -3,43% verloren ähnlich viel. Die gesenkte Umsatzprognose, enttäuschte Erwartungen im dritten Quartal und die wacklige Gewinnprognose sind keine guten Voraussetzungen für steigende Kurse.

Mit Material von dpaAFX.
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