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Uniper: Nach Paukenschlag geht es weiter aufwärts

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Es sah in den vergangenen Monaten eigentlich danach aus, als sei nach anfänglichen Unstimmigkeiten endlich Ruhe bei Uniper eingekehrt. Doch der Großaktionär Fortum hat überraschend die Führung ausgetauscht.

Es wäre nicht das erste Mal, dass es Streitigkeiten zwischen dem Energieversorger Uniper und seinem finnischen Mehrheitseigner Fortum gibt. Uniper hatte sich auch lange gegen eine Übernahme gewehrt. Doch vergangene Woche kam der nächste Paukenschlag:

Überraschend traten der bisherige Konzernchef Andreas Schierenbeck und Finanzchef Sascha Bibert von ihren Posten mit sofortiger Wirkung zurück - in bestem gegenseitigem Einvernehmen. Stattdessen platziert Fortum nun eigene Leute: Das Ruder übernimmt nun der bisherige Uniper-Aufsichtsratschef Klaus-Dieter Maubach, neue Finanzchefin wird die Fortum-Managerin Tiina Tuomela.

Grund wohl doch Unstimmigkeiten

Den Grund für den Wechsel begründet Fortum so: Der Konzern strebe "eine tiefere Integration der Funktionen und Geschäftsbereiche" bei Uniper an. So könnten gemeinsame Vorteile schneller realisiert werden.

Dass es in letzter Zeit Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parteien gegeben habe, hatte Uniper zwar zuletzt bei der Vorlage der Jahreszahlen abgestritten. Allerdings hieß es damals, dass sich die beiden Konzerne beim Thema Dividendenpolitik in diesem Jahr noch nicht einig seien. Das hatte bei der Vorlage der Jahreszahlen Fragen aufgeworfen. Der Uniper-Vorstand entgegnete allerdings, es geben keinen Streit, vielmehr sprach das Management von einer "konstruktiven Zusammenarbeit" mit Fortum.

Mit dem Wechsel werden im Vorstand erneut innerhalb kurzer Zeit Stühle gerückt – beide waren erst seit 2019 im Amt, als mehrere Vorstände im Zuge der Querelen mit Fortum das Handtuch geworfen hatten.

Für Experten kam der Managementwechsel vergangene Woche überraschend. Als "abrupt und unangemessen" bezeichnet eine Analystin von Bernstein den Schritt. Im Dezember hätten beide Konzern noch ihre gemeinsame Strategie vorgestellt, da habe es vonseiten Fortums noch geheißen, man sei mit der Integration und den Fortschritten inklusive Kooperationsvorteilen zufrieden. Man hält es für wahrscheinlich, dass ernsthafte Meinungsverschiedenheiten zu dem abrupten Wechsel geführt hätten.

Das macht die Aktie von Uniper

Seit November befindet sich die Aktie von Uniper +0,48% klar im Aufwärtstrend. Insbesondere die Jahreszahlen für das abgelaufene Jahr haben der Aktie weiter Auftrieb gegeben. Nachdem der Managementwechsel vergangene Woche bekannt wurde, überschritt der Kurs zeitweise sogar die Marke von 32 Euro. Damit war das Papier so teuer wie noch nie.

Mit Material von dpaAFX.
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