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United Internet und 1&1 Drillisch gehen im Preiskampf unter

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Streit über die Kosten zur Nutzung des Mobilfunknetzes von Telefónica Deutschland durch die United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch verschärft sich. Das schlägt sich nun auch kräftig auf die Aktien nieder.

1&1 und dessen Mutterkonzern United Internet werfen der Tochter des spanischen Konzerns Telefónica +0,27% vor, die Kosten für die Nutzung des Mobilfunknetzes bereits ab Juli vor Abschluss der laufenden Verhandlungen erheblich erhöht zu haben. Telefóncia Deutschland weist den Vorwurf zurück und sieht die Preiserhöhung durch Verträge und Vereinbarungen gedeckt.

Telefónica und 1&1 Drillisch streiten bereits seit längerem über die Preise für die Bereitstellung von Mobilfunkkapazitäten. Diese muss Telefónica Deutschland ±0,00% unter anderem als eine Auflage der Fusion mit E-Plus bereitstellen.

Prognose musste angepasst werden

Da 1&1 und United Internet offenbar nicht mit der Preiserhöhung gerechnet haben, mussten beide Unternehmen am Samstag die Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Jahr senken.

So erwartet United Internet beim EBITDA im laufenden Jahr einen Rückgang auf 1,18 Milliarden Euro – und damit rund 86 Millionen Euro weniger als bisher. Bislang hatte das Unternehmen mit einem EBITDA von ungefähr 1,266 Milliarden Euro und damit auf Vorjahreshöhe gerechnet. "Außerdem wird es auch in den Folgejahren zu hohen Ergebnisrückgängen kommen, sollten die von Telefónica geforderten Preise dauerhaft anwendbar sein", hieß es seitens United Internet.

Für die Tochter 1&1 Drillisch wurde die EBIITDA-Prognose für 2020 vorsorglich auf etwa 600 Millionen reduziert. Hier wurde bisher ein Wert in Vorjahreshöhe von 683,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Das machen die Aktien von United Internet und 1&1 Drillisch

Die Eskalation des Preisstreits hat die Aktien von United Internet +1,12%und der Tochter 1&1 Drillisch +0,66% am Montag kräftig unter Druck gesetzt. Sie rutschten im frühen Handel um 23 Prozent beziehungsweise 28 Prozent ab.

Analyst Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies sieht sich in seiner skeptischen Einschätzung der Lage bestätigt, die ihn Ende 2019 zur Abstufung der Papiere bewog. Der Preisdisput bedeute ein unkalkulierbares Risiko für das Geschäftsmodell von 1&1 Drillisch, so Rathe.

Mit Material von dpaAFX.
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