DAX®15.348,53+1,43%TecDAX®3.907,37+2,07%Dow Jones 3033.919,84-0,15%Nasdaq 10015.027,77+0,10%
finanztreff.de

US-Banken: Boomende Aktienmärkte bescheren hohe Gewinne

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein anhaltender Boom im Wertpapierhandel und Investmentbanking sowie gesunkene Kreditrisiken in der Corona-Krise haben den Gewinn des größten US-Geldhauses JPMorgan Chase in die Höhe schnellen lassen. Unter dem Strich verdiente die Bank im ersten Quartal nach eigenen Angaben vom Mittwoch 14,3 Milliarden Dollar, fast fünfmal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Auch die Investmentbank Goldman Sachs lieferte Rekordzahlen ab.

"Wir glauben, dass die Wirtschaft das Potenzial für eine extrem robuste, mehrjährige Wachstumsphase hat", erklärte JPMorgan-Chef Jamie Dimon mit Blick auf die US-Konjunktur. Da Regierung und Notenbank eine Welle von Kreditausfällen in den USA durch massive Hilfsprogramme und eine extrem lockere Geldpolitik verhinderten, konnte JPMorgan seine Risikovorsorge wieder deutlich verringern.

Die Bilanz profitierte stark davon, dass 5,2 Milliarden Dollar an Rückstellungen - ein guter Teil der in der Pandemie gebildeten Sicherheitspuffer - wieder aufgelöst wurden. Auch sonst liefen die Geschäfte rund. Der rege Betrieb an den Finanzmärkten ließ das Handelsgeschäft weiter florieren. Dank der vielen Börsengänge in den USA brummte zudem das Investmentbanking. Insgesamt stiegen JPMorgans konzernweite Erträge um 14 Prozent auf 32,3 Milliarden Dollar. 

Goldmann Sachs und Wells Fargo mit starken Ergebnissen

Vom boomenden Wertpapierhandel und Kapitalmarktgeschäft profitierte auch die führende US-Investmentbank Goldman Sachs zuletzt stark. Der Finanzkonzern machte im ersten Vierteljahr 2021 einen Überschuss von rund 6,7 Milliarden Dollar und erzielte damit seinen bislang höchsten Quartalsgewinn. Ein Jahr zuvor hatte die Bank - auch wegen hoher Rückstellungen für Kreditausfälle in der Corona-Krise - nur 1,1 Milliarden Dollar verdient. Die Erträge fielen mit 17,7 Milliarden Dollar mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr.

Auch die US-Großbank Wells Fargo vervielfachte ihren Quartalsgewinn. Der Kreditriese verdiente in den drei Monaten bis Ende März 4,7 Milliarden Dollar. Damit legte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 600 Prozent zu. Allerdings tut sich der Konzern, der anders als Goldman und JPMorgan keine große Handelssparte hat, im Tagesgeschäft aufgrund niedriger Zinsen und mauer Kreditnachfrage weiter schwer. Die Erträge stiegen lediglich um zwei Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar.

Das machen die Aktien von Wells Fargo, Goldmann Sachs und JPMorgan 

Während die Aktie von Goldman Sachs -0,43% zeitweise um 3,5 Prozent auf 339,12 Dollar vorrückte, büßten die JPMorgan-Papiere +1,73% knapp ein halbes Prozent auf 153,37 Dollar ein. Die Wells-Fargo-Aktie +1,69% pendelte derweil bei Kursen knapp unter der 40-Dollar-Marke an der Nulllinie. Seit Jahresbeginn konnten alle drei Titel jedoch deutlich zulegen. 

Sechs-Monats-Chart Goldman Sachs (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
El Salvador führt als erstes Land den Bitcoin als Währung ein. Sollten die anderen Länder nachziehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen