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US-Banken im Fokus: Die Folgen der Krise

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In den USA hat die Bilanzsaison begonnen. Unter den ersten, die ihre Bücher öffneten, waren wie gewohnt die Großbanken Bank of America, Goldman Sachs, JPMorgan und Wells Fargo – und allesamt litten heftig unter der Viruskrise.

Goldman Sachs: Gewinn bricht ein

Hohe Rückstellungen für wacklige Kredite infolge der Corona-Krise haben den Gewinn von Goldman Sachs -1,22% im ersten Quartal einbrechen lassen, wie die Großbank am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre ein Gewinn von 1,1 Milliarden US-Dollar (1,0 Mrd Euro) und damit nur noch gut halb so viel wie ein Jahr zuvor.

Derweil führte der verstärkte Handel etwa mit Aktien und Anleihen während der jüngsten Börsenturbulenzen dazu, dass Goldman Sachs die Nettoerträge mit gut 8,7 Milliarden Dollar fast auf dem Vorjahresniveau halten konnte.

Bank of America leidet unter hohen Rückstellungen

Ein ähnliches Bild lieferte am Mittwoch die Bank of America -0,79% – hohe Rückstellungen haben auch hier im ersten Quartal den Gewinn einbrechen lassen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sackte der Gewinn um 45 Prozent auf rund vier Milliarden US-Dollar (3,7 Mrd Euro) ab. Wegen möglicherweise ausfallender Darlehen infolge der wirtschaftlichen Turbulenzen legte die Bank 4,8 Milliarden Dollar zurück, fast fünf Mal so viel wie ein Jahr zuvor.

JPMorgan und Wells Fargo bereits am Dienstag unter Druck

Gegen den freundlichen Trend am Gesamtmarkt haben bereits am Dienstag die Papiere der US-Banken JPMorgan -1,35% und Wells Fargo -1,71% nach Quartalszahlen deutlich Federn gelassen.

Die Corona-Krise hatte den Gewinn der größten US-Bank JPMorgan einbrechen lassen. Das Geldhaus wappnet sich mit einem finanziellen Kraftakt für drohende Kreditausfälle. Die hohen Rückstellungen ließen das Nettoergebnis im ersten Quartal im Jahresvergleich um rund 70 Prozent sinken.

Noch stärker als JPMorgan litt der Rivale Wells Fargo im ersten Quartal. Das Geldhaus verdiente lediglich 653 Millionen Dollar nach 5,9 Milliarden im Vorjahreszeitraum.

Aktien der US-Banken große Verlierer der Krise

Die stark gestiegene Risikovorsorge setzt den Gewinnen der Banken heftig zu. Hinsichtlich Ertragskraft und Bilanzqualität bleiben die US-Großbanken aber abgesehen von den Auswirkungen der Corona-Krise stabil. Das gestiegene Risiko macht sich jedoch in den Aktienkursen bemerkbar. Die Aktien der US-Banken dürften auch am Mittwoch zu den großen Krisenverlierern gehören.


Mit Material von dpaAFX.

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