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US-Banken: Wie im Casino

| Quelle: DER AKTIONÄR | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Trotz Wirtschaftskrise läuft es bei ausgewählten Banken in den USA. Sie haben alles auf Rot gesetzt und sahnen jetzt ab.

Schwarz oder Rot: Im Casino haben Spieler die Qual der Wahl. Für Banken gab es nach der Finanzkrise eine ähnliche Entscheidung zu treffen. Bleibt man im Investmentbanking mit dem starken Handelsgeschäft oder konzentriert man sich auf das klassische und weniger volatile Kreditgeschäft? In der Corona-Pandemie zeichnen sich bereits die Gewinner ab.

JPMorgan ist nach Bilanzsumme die größte Bank der USA. Deshalb hatten Anleger erwartet, dass sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie bei dem Konzern besonders deutlich zeigen sollten. Tatsächlich ging der Gewinn im zweiten Quartal verglichen mit dem Vorjahr um knapp die Hälfte auf 4,7 Milliarden Dollar zurück. Das Ergebnis ist vor allem von hohen Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle belastet, die mit satten 10,4 Milliarden Dollar höher als prognostiziert ausfielen. Ebenfalls überraschen konnten die Gesamterträge: Mit 33,8 Milliarden Dollar stiegen sie um 15 Prozent. Neben einer vermehrten Kreditvergabe an Unternehmen, die Liquidität benötigten, holte vor allem die Investmentbanking-Sparte Geld herein. Die Erlöse stiegen um 66 Prozent auf 16,4 Milliarden Dollar und erreichten damit einen neuen Rekord. Getragen wurde das Segment vom Handelsbereich. Die niedrigen Zinsen und die Erholung der Aktienmärkte trieben Unternehmen zu hohen Emissionen, um Kapital zu beschaffen. Davon profitierten die Investmentbanken und damit auch JPMorgan. Der Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Rohstoffen (FICC) explodierte um 120 Prozent auf 7,34 Milliarden Dollar. Damit hat die hohe Volatilität im Handel höhere Rückstellungen im Kreditgeschäft teilweise ausgleichen können. CEO Jamie Dimon sprach zwar von einer nach wie vor hohen Unsicherheit, aber er sieht die Bank auch als bilanziell gut aufgestellt, die Krise zu meistern. In der Tat hat Dimon das Institut bereits erfolgreich durch die Finanzkrise gesteuert. Nach rekordhohen Quartalseinnahmen bleiben Anleger an Bord.

Fabian Strebin

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