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Vapiano insolvent: Corona nur der Sargnagel

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Krise hat Vapiano in die Insolvenz getrieben. Jetzt soll der Steuerzahler die durch eigenes Verschulden in die roten Zahlen geratene Restaurantkette durchfüttern. Guten Appetit!

"Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten", teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit.Die Vapiano SE verzeichne wegen der aktuellen Covid-19 Krise weitere drastische Umsatzeinbußen und erwarte einen weiteren Rückgang des Ergebnisses, schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. "Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 nahezu alle weltweit mehr als 230 Restaurants schließen."

In Deutschland seien seit Donnerstagabend bundesweit alle 55 durch den Vapiano-Konzern betriebenen Restaurants auf unbestimmte Zeit geschlossen. Während fast keine Umsätze mehr generiert würden, fielen Gehälter, Mieten und Betriebskosten weiter an.

Hoffnung auf Hilfe

Zugleich richtete das Unternehmen einen "dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise". Damit hofft der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können.

Nur wenn rechtzeitig und in ausreichendem Maße staatliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt würden, könne eine bereits entwickelte Finanzierungslösung mit den wesentlichen Aktionären und den finanzierenden Banken abgeschlossen werden.

Nach geänderter Strategie in die roten Zahlen

Vapiano hatte 2014 seine Strategie geändert und setzte seitdem auf eigens geführte Restaurants, um den Expansionskurs zu beschleunigen. Hier hatte das Unternehmen damals viel Kritik eingesteckt und sich eindeutig verhoben. Das Umsatzwachstum verlangsamte sich und die Gewinne brachen ein. Seit 2016 schreibt der Konzern auch operativ nur rote Zahlen.

Das macht die Aktie von Vapiano

Die Vapiano-Aktie -3,684% stürzt am Freitag über 50 Prozent auf 0,53 Euro ab. Seit dem Börsengang im Juni 2017, bei dem die Restaurantkette 184 Millionen Euro eingenommen hat, summiert sich der Verlust für die Aktionäre auf solide 98 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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