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Varta: Alles, was Anleger jetzt wissen müssen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Varta hat nach seinem Höhenflug jäh merken müssen, dass Begeisterung an der Börse von kurzer Dauer sein kann. Im Dezember erst stieg das Unternehmen nach fulminanter Kursentwicklung in den MDax auf und war zum Jahresende dann auch dessen bester Wert. Doch das Blatt wendete sich – die Zukunftsaussichten sind nach Berichten über aufkommende chinesische Konkurrenz gar nicht mehr so rosig.

Hohe Nachfrage beflügelt das Wachstum

Die starke Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen hat Varta 2019 deutlich Schub verliehen. Die Batterien werden unter anderem für die stark nachgefragten kabellosen Kopfhörer benötigt, aber auch für das Wachstumsfeld mit Hörgeräten.

Der Markt für Varta wächst rasant, laut Unternehmensangaben jährlich um über 30 Prozent. "Wir stehen am Anfang eines großen Booms bei den Lithium-Ionen-Batterien für kabellose Kopfhörer, von dem wir am stärksten profitieren", sagte Unternehmenschef Herbert Schein im September. Varta geht für dieses Jahr von einem Marktanteil von mindestens 50 Prozent bei Batterien für schnurlose Kopfhörer aus – weltweit.

Investitionen in neue Kapazitäten

Um den steigenden Bedarf zu decken baut Varta seine Produktionskapazitäten derzeit stark aus. Bis Ende des Jahres 2021 sollen über 200 Millionen Zellen jährlich produziert werden. Dafür nimmt das Unternehmen viel Geld in die Hand. Eine Kapitalerhöhung für neue Anlagen im vergangenen Jahr wurde entgegen der üblichen Börsenarithmetik sogar positiv aufgenommen.

Varta gehört zudem zu mehreren Unternehmen, die von einer Milliardenförderung für die europäische Batteriezellfertigung profitieren könnten.

Copy-Cats aus China

Doch die Wachstumsstory des Unternehmens hat zuletzt einen deutlichen Kratzer bekommen. Varta fürchtet Patentverletzungen durch chinesische Nachahmer und will rechtlich gegen diese vorgehen. Hintergrund ist, dass laut Unternehmensangaben im Dezember Geräte mit Batterien chinesischer Hersteller auftauchten, die Varta-Patente verletzten. Die Aktie brach im frühen Januar auf erste Berichte hin deutlich ein.

Analysten eher bearish gestimmt

Analysten sind mit den Zweifeln deutlich skeptischer geworden, was ihre Beurteilung der Aktie angeht. Drei von vier im dpa-AFX-Analyser erfassten Experten empfehlen das Papier gar zum Verkauf, die Kursziele jeweils noch deutlich unter dem schon empfindlich gesunkenen aktuellen Aktienkurs.

Analyst William Mackie von Kepler Cheuvreux rechnet vorerst damit, dass die Aktie unter Druck bleibt. Den Wachstumserwartungen im Geschäft mit Lithium-Ionen-Akkus stünden negative Effekte durch Investitionen in neue Kapazitäten gegenüber.

Das macht die Aktie

Die aufkommenden Berichte über ein Erstarken der Konkurrenz waren für die Anleger nach dem Höhenflug des vergangenen Jahres wie ein Schlag in die Magengrube. Von zuvor über 120 Euro ging es für die Aktien von Varta +1,93% am 8. Januar im Tief bis auf unter 90 Euro bergab. Von diesem Schlag haben sie sich bisher nicht erholen können, eher ging es noch weiter bergab.

Am heutigen Montag gibt es jedoch erste Lichtblicke. Mit einem Plus von über 5 Prozent gelingt der Varta-Aktie der Sprung über die 200-Tage-Linie bei 78,98 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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