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Varta: Porsche-News schickt Aktie auf Talfahrt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine Kooperation der VW-Sportwagentochter Porsche mit dem Batterieunternehmen Customcells dämpft am Montag die Fantasie für die Varta-Aktien. Händlern zufolge hatten am Markt einige darauf gehofft, dass der MDAX-Konzern +0,53% bei der Partnerschaft zum Zuge kommt. Dass sich der Autobauer gegen eine Zusammenarbeit mit Varta entschieden hat, wirkte sich am Montagmorgen auf den Varta-Aktienkurs wie ein Schlag ins Gesicht aus. 

Der Sportwagenbauer Porsche will zusammen mit Customcells im kleinen Umfang Hochleistungs-Batteriezellen herstellen. Damit wurde nun bekannt, mit welchem Partner die Stuttgarter zusammenarbeiten werden. Die Pläne, eine Batteriefabrik zu bauen, hatte Porsche-Chef Oliver Blume Ende April schon in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" angedeutet. Porsche soll an dem Gemeinschaftsunternehmen Cellforce Group mit 83,75 Prozent die Mehrheit halten, der Rest der Anteile soll bei Customcells liegen.

Hohe Produktionskapazitäten 

Die Batteriefabrik soll in Tübingen entstehen, wie Porsche am Sonntag mitteilte. Mit einer Kapazität von 100 Megawattstunden pro Jahr soll sie Zellen für etwa 1.000 Sportwagen liefern, die besonders anspruchsvolle Anforderungen an die Batterie stellen. Porsche investiert in die neue Firma eine hohe zweistellige Millionensumme. Der Konzern bezeichnete Batteriezellen als "Brennraum der Zukunft".

Enttäuschung bei Varta

Hoffnung in Varta hatten die Anleger vor dem Hintergrund gelegt, weil der Batteriekonzern derzeit mit Hochleistungsrundzellen der Serie V4Drive in den Automobilbereich vordringt. Analyst Michael Punzet hatte vor einigen Tagen in einer Studie betont, Varta stoße damit bei den Branchenkunden auf großes Interesse. Einen ersten bislang nicht näher definierten Auftrag konnte der Konzern für die Rundzellen bereits gewinnen. Charlotte Friedrichs von der Berenberg Bank hatte dabei zuletzt Porsche und BMW +0,06% als Kandidaten genannt.

Das machen die Aktien von Varta und VW

Mit dem Schritt komme der Volkswagen-Konzern -0,46% beim Aufbau eines Netzes aus sechs europäischen Batteriezellfabriken voran, hieß es mit Bezug zu den Wolfsburgern. Deren Vorzugsaktien drehten im Dax +0,88% nach schwachem Start mit 1,1 Prozent ins Plus und hoben sich damit positiv ab von der Kursentwicklung bei den Konkurrenten Daimler -0,07% und BMW. Im Zuge dessen stiegen auch die Papiere der VW-Holdinggesellschaft Porsche SE -0,37%, die nicht dem Sportwagenbauer entsprechen, im MDax um 1,4 Prozent. Für die Varta-Aktie +0,76% ging es hingegen zuletzt um 3,9 Prozent auf 129,75 Euro nach unten. 

Sechs-Monats-Chart Varta (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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