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Vodafone: Tourismus-Flaute macht Telekom-Rivalen zu schaffen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ausgebliebene Einnahmen aus dem Roaming-Geschäft und ein geringerer Absatz mit Mobiltelefonen haben dem britischen Telekomkonzern Vodafone ein eher umsatzschwaches Geschäftsjahr eingebrockt. Vor allem in Mittel- und Osteuropa fehlten Roaming-Erlöse, weil nach wie vor deutlich weniger Menschen reisten, teilte Vodafone am Dienstag in London mit. 

Die Erlöse des Geschäftsjahres 2020/21 (bis Ende März) gingen im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 43,8 Milliarden Euro zurück. Zudem verkaufte Vodafone weniger Mobiltelefone. 

Das bereinigte operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) sank von knapp 14,9 Milliarden Euro auf gut 14,4 Milliarden Euro. Das entsprach einem organischen Rückgang von 1,2 Prozent, also berechnet ohne Zu- und Verkäufe sowie Wechselkurseffekte. Analysten hatten mit Ergebnissen in dieser Größenordnung gerechnet. 

Integration von Unitymedia schreitet voran 

In seinem größten Markt Deutschland, der knapp zwei Fünftel des Konzern-Ebitda ausmacht, konnte der Vorstand indes fortschreitende Synergieeffekte durch die Integration von Unitymedia vorweisen. Mehr als 70 Prozent der gesteckten Ziele seien bereits erreicht, hieß es. Mit dem Unitymedia-Deal stieg der Serviceumsatz um 7,7 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Festnetzgeschäft bleibt Cashcow

Deutlich besser lief es für die deutsche Vodafone-Tochter im Festnetzgeschäft: Hier stieg der Serviceumsatz um 1,4 Prozent, der Bereich kam so auf knapp 6,5 Milliarden Euro Umsatz. Vodafone hat im vergangenen Geschäftsjahr sein Festnetz deutlich verbessert und die TV-Kabel für mehr als vier Millionen Haushalte mit der "Docsis 3.1"-Technologie aufgerüstet. Dadurch wurde eine Download-Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit (1000 Megabit) pro Sekunde verfügbar gemacht.

Allerdings nutzt nur ein Teil der Kunden diese Highspeed-Möglichkeit und gibt entsprechend mehr Geld aus. Immerhin konnte Vodafone nun die Marke von einer Million Gigabit-Anschlüssen knacken - und die Tendenz ist weiter steigend.

Die Konkurrenz schläft nicht

Der ärgste Konkurrent von Vodafone, die Deutsche Telekom -1,03% , will Kunden ebenfalls mit Gigabit-Speed locken und setzt hierbei auf Glasfaser bis in die Wohnungen. Verglichen mit Vodafone ist die Deutsche Telekom allerdings spät dran in Sachen Gigabit-Verfügbarkeit. Inzwischen machen die Bonner jedoch Tempo und wollen Vodafone in den kommenden Jahren Marktanteile abnehmen. 

Dividende verharrt auf Vorjahresniveau

Unter dem Strich verdiente der Konzern allerdings 536 Millionen Euro nach einem Verlust von 455 Millionen im Jahr zuvor. Dabei halfen auch deutlich geringere Finanzierungskosten und Bewertungsgewinne. Die Dividende will Vodafone wie auch schon im Jahr zuvor bei 9 Cent je Aktie belassen.

Das macht die Vodafone-Aktie 

An der Börse riefen die Jahreszahlen keine Begeisterung hervor: Die Vodafone-Aktie verlor am späten Dienstagvormittag knapp sieben Prozent an Wert und weiteten die Verlust am Nachmittag auf minus 8,4 Prozent bei 1,53 Euro aus. 

Drei-Monats-Chart Vodafone (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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