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Vodafone: Umsatz und IPO sind eine Enttäuschung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vodafone hat im vergangenen Quartal deutliche Umsatzeinbußen verzeichnet – insbesondere in den von Corona schwer getroffenen Ländern. Mit dem Funkturm-Börsengang will das Management die Anleger jedoch bei Laune halten.

Insgesamt rutschten die Erlöse auf Konzernebene um 1,4 Prozent auf 10,51 Milliarden Euro ab. Um Zu- und Verkäufe sowie um Wechselkursschwankungen bereinigt wäre es sogar ein Minus von 2,8 Prozent gewesen.

Der Serviceumsatz - also ohne den Verkauf von Endgeräten wie Handys und Tablets - ging im abgelaufenen Quartal um 1,3 Prozent zurück. Das sei im Rahmen der eigenen Erwartungen gewesen, hieß es. In den vergangenen Quartalen hatte Vodafone noch einen starken Trend nach oben mit Wachstumsraten von zuletzt 1,6 Prozent aufzuweisen.

Weil die Anzahl der Kabel-Abonnenten um 74.000 stieg und sich zunehmend mehr Kunden für schnellere Internetgeschwindigkeiten entschieden, konnte Vodafone Deutschland den organischen Rückgang der Umsätze im Mobilfunk um 3 Prozent wettmachen. Inklusive der Effekte aus der Übernahme des Kabelanbieters Unitymedia kletterte der Umsatz hierzulande gar um ein Viertel auf 2,84 Milliarden Euro.

Funkturm-IPO in Frankfurt

Bei dem seit rund einem Jahr angepeilten Börsengang der Funkturmsparte konnte sich die Frankfurter Börse gegen den Konkurrenten London durchsetzen. Ziel ist es, die Vermögensteile des Konzerns stärker zu Geld zu machen. Das neue Unternehmen Vantage Towers umfasst mehr als 68.000 Masten aus neun Ländern.

Die Sparte hatte den Angaben zufolge im vergangenen Geschäftsjahr ein bereinigtes EBTIDA von 680 Millionen Euro aufzuweisen. Es bestehe die Möglichkeit, den Anteil an der britischen Funkturmfirma CTIL ebenfalls einzubringen, was bis zu 70 Millionen Euro operatives Ergebnis zusätzlich bedeuten würde.

Vodafone strebte laut früheren Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Bewertung von bis zu 20 Milliarden Euro an - das könnte nun aber weniger werden. Mit bis zu 750 Millionen EBITDA sei das zu platzierende Geschäft viel kleiner als bisher mit 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt, kritisierte Analyst Akhil Dattani von JPMorgan.

Der Verkauf von Standorten hilft Telekomkonzernen dabei, ihre Bilanzen zu entlasten und Geld für Investitionen etwa in das neue schnelle 5G-Mobilfunknetz einzusammeln – im Gegenzug zahlen die Netzbetreiber dann Miete an die Eigentümer. Diese gelten daher als attraktives Investment für professionelle Anleger wie Versicherer und Finanzinvestoren, die an einer stabilen Rendite aus den Standortmieten interessiert sind.

Das macht die Aktie von Vodafone

Die Vodafone-Aktie -0,63% fiel am Vormittag um 3,9 Prozent auf 123,74 Pence. Mit dem Druck auf die Erlöse hatten Analysten in der Krise bereits gerechnet. Doch Experten rechnen für das laufende Quartal mit weiteren Belastungen. Zudem fällt der Börsengang der Funktürme kleiner aus als bisher in Aussicht gestellt.

Im Corona-Crash war die Vodafone-Aktie zwischenzeitlich unter 100 Pence gefallen, hatte sich im Juni aber wieder bis auf über 140 Pence erholt. Bevor die Pandemie den Aktienmarkt im Februar mit voller Wucht erfasst hatte, lag das Papier noch um die 155 Pence. Vor gut zwei Jahren war es sogar noch über 230 Pence wert.


Mit Material von dpaAFX.
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