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Volkswagen: Analysten rechnen mit starkem Quartal

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der weltgrößte Autobauer Volkswagen legt an diesem Donnerstag (29. Oktober) seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen aus der Branche hat VW als Konzern noch keine Eckdaten präsentiert. Daimler, BMW, Continental und andere hatten teils deutlich besser abgeschnitten als befürchtet und zumindest im Tagesgeschäft von Kostensenkungen profitiert.

Im dritten Quartal lag VW bei den weltweiten Auslieferungen mit 2,61 Millionen Fahrzeugen nur noch um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch wenn nach neun Monaten noch ein Rückgang von 18,7 Prozent zu Buche steht, kann VW das als Erfolg sehen. Auf dem wieder besser laufenden chinesischen Markt bestehen als Pkw-Marktführer noch deutliche Aufwärtschancen.

Nach dem Absturz in der Krise scheint es für die Lkw-Holding Traton -0,92% bereits wieder etwas besser zu laufen. Trotz der Covid-19-Krise sei die Markterholung im dritten Quartal schneller gelaufen als angenommen, hieß es vergangene Woche von den Münchenern, die unter ihrem Dach das Geschäft der Marken MAN -1,21% , Scania und der südamerikanischen Volkswagen Caminhões e Ônibus bündeln.

Zudem will der Traton durch die Komplettübernahme des US-Truckherstellers Navistar ein Standbein in den USA, Kanada und Mexiko aufbauen. Bisher ist Volkswagen-Konzern -1,50% schon länger mit knapp 17 Prozent beteiligt ist. Für die restlichen rund 83 Prozent will der Konzern nun rund 3,7 Milliarden Dollar (3,1 Mrd Euro) hinblättern.

Bei den Pkws muss sich jetzt die erste große Welle von Elektroautos am Markt bewähren. Jüngst startete der wichtige ID.3, der die Erfolge mit Käfer und Golf in die Elektroära übertragen soll. Die ersten Käufer müssen aber gegen Jahresende noch einmal zum Software-Update in die Werkstatt, weil nicht alle Funktionen der Software rechtzeitig fertig wurden. Um den Jahreswechsel will VW dann mit dem Kompakt-SUV ID.4 nachlegen - mit dem auch das Model Y von US-Elektrorivale Tesla in Schach gehalten werden soll.

Das sagen die Analysten

Die Auslieferungen an Kunden seien im dritten Quartal nur leicht zurückgegangen, auf dem margenstarken europäischen Markt sei es im September besonders gut gelaufen, schrieb Marc-Rene Tonn von Warburg Research. Auch die anhaltend hohe Nachfrage nach den vergleichsweise teureren SUVs dürfte das Ergebnis gestützt haben. 

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi erwartet ein starkes Quartal vom Konzern hinsichtlich des operativen Ergebnisses und des Cashflows. Das dürfte auch das Finanzpolster für die geplanten Zukäufe stärken.

Die geplante Übernahme von Navistar sei ein logischer Schritt, schrieb Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Kosteneinsparungen in bedeutender Höhe könnten nur mit der Komplettübernahme des US-Konzerns erreicht werden. In diesem und dem kommenden Jahr wäre der Ergebniseffekt noch gering, dürfte sich danach aber auf mindestens 300 Millionen Euro pro Jahr belaufen.

Das macht die Aktie von Volkswagen

Am Mittwoch setzen die VW-Papiere -1,50% ihre Talfahrt fort. Seit Jahresanfang büßten die Vorzugsaktien rund ein Viertel ihres Werts ein und ist damit der schwächste Wert unter den deutschen Autobauern. 

Seit dem Corona-Crash, der die Aktienmärkte am 24. Februar erstmals mit voller Wucht erfasst hat, hat das Papier rund ein Fünftel verloren - und damit deutlich als die Stammaktien von BMW, die mit knapp zwei Prozent im Minus liegen. Daimler-Anteile legten in dem Zeitraum um mehr als zwölf Prozent zu.

Zwölf-Monats-Chart Volkswagen in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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