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Volkswagen: Besserung bei Chipknappheit laut CEO in Sicht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die schmerzhaften Einbußen wegen fehlender Elektronik-Chips dürften den Volkswagen-Konzern auch im wichtigsten Markt China noch eine Weile beschäftigten – es soll aber bald Besserung in Sicht sein. "Das wird in den kommenden Monaten sicher ein Thema bleiben", sagte China-Chef Stephan Wöllenstein am Freitag.

Die Engpässe seien vorerst nicht ausgestanden, durch Zwischenlagern lasse sich kaum Zeit gewinnen. "Wir haben jetzt nicht mehr in dem Umfang wie im ersten Quartal die Chance, die benötigten Fahrzeuge noch aus unseren Festlagerbeständen abzupuffern", erklärte der Manager. "Die Fahrzeuge gehen von den Fabriken im Prinzip direkt an den Handel."

Besserung im zweiten Halbjahr erwartet

In der Volksrepublik dürfte sich die Lage nach Einschätzung von Wöllenstein im Laufe der zweiten Jahreshälfte etwas entspannen: "Wir gehen davon aus, dass sich die Chip-Versorgung ab dem dritten Quartal schrittweise verbessern sollte und wir die Kundennachfrage wieder besser bedienen können", so Wöllenstein in einer Gesprächsrunde. Auch Konzernchef Herbert Diess hatte angedeutet, man werde wohl noch ein wenig brauchen, um die Probleme weltweit in den Griff zu bekommen. 

Chipmangel legt Produktion lahm 

Ausbleibende Lieferungen von Chip-Produzenten sind derzeit mit das größte Problem der deutschen Kernbranche. Sie kosten die Autobauer ausgerechnet jetzt Produktion, die dank der Stabilisierung nach dem Corona-Tief 2020 möglich wäre. Im Angesicht der Nachfrageflaute Mitte vorigen Jahres hatten sie große Elektronik-Bestellungen storniert. 

Das macht die VW-Aktie 

Am Freitagnachmittag zogen die VW-Vorzüge +1,41% um 2,3 Prozent auf 208,65 Euro an. Grund dafür war ein starkes Marktumfeld, starke Halbjahreszahlen des Automobilzulieferers Valeo und positive Analystenkommentare zum Konkurrenten Daimler hatten den europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts +1,40% um 1,7 Prozent auf 635 Punkte angetrieben. 

Sechs-Monats-Chart Volkswagen Vz. (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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