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Volkswagen: Corona ist vom Tisch – Chipproblem belastet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Europas größter Autokonzern Volkswagen hat sich in der ersten Jahreshälfte 2021 weiter aus der Corona-Pandemie gearbeitet. Ausgerechnet im wichtigen China-Geschäft bremste die Lieferkrise bei Elektronik-Chips die Verkäufe zuletzt jedoch wieder spürbar aus. Dies könnte sich auch auf die Kursentwicklung der VW-Aktie auswirken. 

Laut jüngsten Daten vom Freitag lieferten die Marken der VW-Gruppe zwischen Januar und Juni weltweit knapp fünf Millionen Fahrzeuge aus. Dies entspricht einer Steigerung um rund 28 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Damals hatten während der Hochphase der ersten Corona-Welle zeitweilige Schließungen von Werken und Händlern sowie die eingebrochene Nachfrage die Autobranche schwer getroffen.

Starkes Absatzwachstum in Europa und den USA

Im Heimatmarkt Westeuropa konnten die Verkäufe der Wolfsburger nun um fast 31 Prozent zulegen, hier hatte die Erholung im Frühling teils noch gestockt. Für Nordamerika meldete Volkswagen ein Halbjahresplus von gut 45 Prozent, ebenso für die südamerikanischen Länder. 

China schwächelt 

In allen Weltregionen gab es auch im zweiten Quartal starke Zuwächse – ausgenommen China inklusive Hongkong. Dort brachten die Konzernmarken von April bis Juni zwölf Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden. Die drei Monate davor (plus 61 Prozent) waren noch stark verlaufen, so dass am Ende insgesamt eine gut 16-prozentige Steigerung gelang. 

Ein Hauptgrund sollen die anhaltenden Engpässe bei Halbleitern sein. Volkswagens China-Chef Stephan Wöllenstein sprach deshalb von einem "besonders herausfordernden Jahr" für den wichtigsten Automarkt der Welt. In der Volksrepublik läuft vor allem das Geschäft mit teureren Wagen besser - auch andere Hersteller lassen die noch verfügbaren Chipmengen daher vorrangig in die Fertigung solcher Modelle fließen.

Deutliches Wachstum bei allen Marken 

Die einzelnen Marken konnten global allesamt Boden gutmachen. In der Hauptsparte VW-Pkw wuchsen die Auslieferungen seit dem Jahresbeginn um nahezu 23, bei Audi um mehr als 38 und bei Porsche um über 31 Prozent. Seat verkaufte etwa 45 Prozent mehr Autos. Im Monat Juni kam die Gruppe insgesamt auf ein Plus von 6,5 Prozent. Alle Werte sind jedoch in Bezug auf das durchwachsene Anfangsniveau 2020 zu sehen.

Das macht die VW-Aktie 

Am Freitagnachmittag zogen die VW-Vorzüge um 0,02 Prozent auf 210,40 Euro an. Damit notieren die Papiere weiter deutlich unter der 50-Tage-Linie, die aktuell bei 219,17 Euro verläuft und bei Charttechnikern als wichtiger Indikator für den kurzfristigen Trend einer Aktie gilt.

Sechs-Monats-Chart Volkswagen (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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