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Volkswagen löst ein wichtiges Problem

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Volkswagen behebt die Funktionsstörungen beim elektronischen Notrufassistenten des Golf 8 mit einem Software-Update. Der Lieferstopp kann damit wieder aufgehoben werden – VW-Aktionäre reagieren am Freitag erleichtert und schieben die Aktie nach oben.

Mitte Mai hatten die Wolfsburger die Auslieferungen des wichtigen Modells ausgesetzt, um die Probleme genauer zu untersuchen. Ein Steuergerät des eCall-Systems erhalte jetzt ein überarbeitetes Programm, teilte VW am Donnerstagabend mit. In der weiteren Produktion werde dieses serienmäßig aufgespielt, die schon verkauften Exemplare sollen im Rahmen eines freiwilligen Rückrufs die frische Version erhalten.

Eine Anfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu den Daten der Kunden laufe, hieß es. In Deutschland seien rund 15.000 Golf 8 betroffen. Auch beim Skoda Octavia, der auf dem gleichen Grundbaukasten basiert, waren die Auslieferungen wegen des eCall-Problems gestoppt worden.

Die Unterbrechung kam denkbar unpassend, denn die Absatzflaute in der Autoindustrie wegen der Corona-Krise hatte die Lager auch bei VW schon ohnehin stark anschwellen lassen. Der Betriebsrat warnte vor weiteren Rückschlägen für die Golf-Produktion im Stammwerk Wolfsburg. Schon vor dem Start der achten Auflage hatte es Verzögerungen mit der Elektronik-Ausstattung gegeben.

Die Probleme trafen dennoch einen neuralgischen Punkt – symbolisch ist kaum ein anderes Modell so wertvoll für den Konzern. "Der Golf wird zunehmend an Bedeutung verlieren, je mehr die Elektromobilität hochfährt", glaubt NordLB-Branchenexperte Frank Schwope. "Noch ist er aber das Aushängeschild von Volkswagen." Weitere Verzögerungen kämen daher "imagetechnisch einer Katastrophe" gleich. Es drohe ein "Abstrahlen auf andere Modelle".

Das macht die Aktie von Volkswagen

Die VW-Aktie -1,13% zeigt sich angesichts der positiven Nachrichten rund um das wichtigste Produkt des Konzerns vorbörslich wieder stärker. Auf der Handelsplattform Tradegate legt das DAX-Papier rund 1,5 Prozent auf 143,90 Euro zu. Damit könnte das Papier die Verluste nach dem für Autobauer eher enttäuschenden Konjunkturpaket wieder ausgleichen und sich weiterhin über der Unterstützungszone bei 140 Euro und der 90-Tage-Linie bei 134,20 Euro halten.

Mit Material von dpaAFX.
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