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Volkswagen macht Boden gut – Daimler büßt ein

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Autoabsatz in Europa ist im Oktober dank eines niedrigen Vorjahreswertes deutlich gestiegen. Die Zahl neu zugelassener Fahrzeuge habe sich um 8,7 Prozent auf 1,2 Millionen Stück erhöht, teilte der Branchenverband Acea am Dienstagmorgen in Brüssel mit. 2018 waren die Verkäufe vor dem Hintergrund der Einführung neuer Abgasvorschriften (WLTP) noch um mehr als sieben Prozent eingebrochen.

Im Oktober legten vier der fünf wichtigsten europäischen Absatzmärkte zu. Dabei war das Plus in Deutschland mit 12,7 Prozent am deutlichsten. Auf den Plätzen folgten Frankreich (+8,7%), Italien (+6,7%) und Spanien (+6,3%). Im Brexit-geplagten Großbritannien sank die verkaufte Stückzahl hingegen um 6,7 Prozent.

Unter den deutschen Produzenten glänzte der Volkswagen-Konzern (VW) +0,89% mit einem Anstieg der neu zugelassenen Fahrzeuge um fast ein Drittel auf mehr als 300.000. Der Marktanteil sprang dadurch von 20,8 auf 25,1 Prozent. Bei BMW +0,73% lag das Absatz-Plus noch bei 2,9 Prozent, während Daimler +2,74% sogar ein Minus von 0,2 Prozent hinnehmen musste. Opel und Vauxhall sackten mehr als ein Viertel ab. Die VW-Aktie war entsprechend bis Dienstag-Mittag mit einem Tagesplus von 1,7 Prozent beste Auto-Aktie im DAX, gefolgt von BMW mit plus 1,2 und Daimler mit plus 0,8 Prozent.

Weltweit lieferte der Volkswagen-Konzern mit seinen 12 Fahrzeugmarken 949.800 Fahrzeuge aus und damit 12,2 Prozent mehr als im schwachen Vorjahresmonat, teilte VW mit. Damit liegt VW +0,89% auf Jahressicht nun fast wieder gleichauf mit dem Vorjahreszeitraum, in den ersten zehn Monaten beträgt das Minus bei 8,96 Millionen Auslieferungen nun nur noch 0,2 Prozent.

Laut dem im Konzern für den Vertrieb zuständigen Manager Christian Dahlheim machte VW gerade in Deutschland mehr Boden wett, als der Konzern vor einem Jahr wegen WLTP verloren hatte. Aber auch im wichtigsten Einzelmarkt China schnitt Volkswagen besser ab, die Auslieferungen legten um 6,6 Prozent zu. China steht im Konzern für rund 40 Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge. (Mit Material von dpa-AFX)
Sechs-Monats-Chart Volkswagen Vz. (in Euro)


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