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Volkswagen: Vergleich steht – Jetzt heißt es abwarten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Volkswagen kommt doch noch zu einer Einigung in der Musterfeststellungsklage. An der Summe ändert sich jedoch nichts – mit Spannung blicken Anleger der Volkswagen-Aktie daher nun auf die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen.

Der Vergleich steht

Mehr als eine Viertelmillion VW -Dieselkunden sollen je nach Modell und Alter ihres Autos Entschädigungen zwischen 1350 und 6257 Euro erhalten. Darauf einigten sich Volkswagen und der Bundesverband der Verbraucherzentralen in ihren Vergleichsverhandlungen zur Musterklage.

Durchschnittlich sollten rund 15 Prozent des ursprünglichen Kaufpreises ausgezahlt werden, teilten die Verbraucherschützer am Freitag in Berlin mit. Rund 260.000 Geschädigte sollen ein entsprechendes Angebot erhalten. Sie können dann selbst entscheiden, ob sie dies annehmen oder in Einzelklagen weiter für mehr Geld streiten.

Volkswagen plane für die Entschädigungen eine geschätzte Gesamtsumme von 830 Millionen Euro ein, teilte der Verband mit. Der Autokonzern bestätigte dies. Außerdem trage VW vollständig die Kosten für die Abwicklung des Vergleichs und die Rechtsberater der Dieselfahrer.

Die Verbraucherzentralen hatten stellvertretend für mehrere Hunderttausend Dieselfahrer eine Musterfeststellungsklage eingereicht, um Schadenersatz für Autos mit zu hohen Abgaswerten zu erstreiten. Eine erste Runde von Vergleichsverhandlungen hatten VW und der Verband kürzlich ausgesetzt. Sie schoben sich danach gegenseitig die Verantwortung dafür zu, den Zeitdruck durch Ultimaten jeweils erhöht zu haben.

Noch am Freitag kommen vorläufige Zahlen

Zudem will Volkswagen am Freitag erste Eckdaten seiner Bilanz zum abgelaufenen Jahr vorlegen. Für die Kernmarke hatte Geschäftsführer Ralf Brandstätter bereits im Dezember von einem "wesentlich verbesserten" Betriebsergebnis gesprochen, auch in der gesamten Gruppe legten die Verkäufe 2019 noch einmal leicht zu. In Wolfsburg kommt außerdem der Volkswagen -Aufsichtsrat zusammen.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr erwarten die Analysten sowohl einen Umsatz- als auch Gewinnanstieg. Insgesamt sollen die Umsätze bei 249,82 Milliarden Euro liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie bei 28,55 Euro. Bereits jetzt steht schon fest, dass der Volkswagen-Konzern seine weltweiten Auslieferungen in 2019 um 1,3 Prozent auf 10,97 Milliarden Fahrzeuge steigern konnte.

Das macht die VW-Aktie

Nach dem Vergleich und vor Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen notiert die Volkswagen-Aktie +2,26% rund 2,8 Prozent im Minus und führt den Abwärtstrend der vergangenen Tage fort. Jedoch zählt das Papier damit am Freitag zu den besseren Werten im DAX, der ein Minus von 3,7 Prozent verkraften muss.

Mit Material von dpaAFX.
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