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Volkswagen: Vollgas für Elektroautos

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Krise ist für Volkswagen noch nicht ganz ausgestanden. Der Verlust von 1,6 Milliarden Euro aus dem zweiten Quartal wiegt schwer in der Bilanz – doch in Sachen Elektromobilität ist VW gerade auf der Überholspur.

Der große VW-Hoffnungsträger für das Elektrozeitalter ID.3 wird endlich zur breiten Kundschaft. Jüngst stellte VW zudem den ID.4 vor, einen Kompakt-SUV. Die Elektrooffensive des Konzerns kommt gerade rechtzeitig ins Rollen, als sich die Nachfrage nach Elektroautos plötzlich als stabilisierendes Element erweist. Die Bundesregierung hatte die Förderung von Batterie- und Hybridfahrzeugen nochmals erhöht und zudem auf begrenzte Zeit die Mehrwertsteuer gesenkt.

Auch in China treibt VW seine Elektromobilitätspläne voran. Zusammen mit seinen Gemeinschaftsunternehmen will der Autobauer zwischen 2020 und 2024 rund 15 Milliarden Euro in den Ausbau der E-Mobilität investieren. Die Summe kommt zu geplanten Investitionen in Höhe von 33 Milliarden Euro hinzu, die der Konzern im Zuge seiner Elektrifizierungsstrategie im selben Zeitraum weltweit ausgeben will. China soll in großem Maße elektrifiziert werden – bis zum Jahr 2025 soll das dortige Produktportfolio zu rund 35 Prozent aus elektrischen Modellen bestehen.

Elektro auf der Überholspur

Elektro-Fahrzeuge seien jetzt auf der Überholspur, schrieb UBS-Analyst Patrick Hummel kürzlich. Und VW habe hier die konsistenteste Strategie. Marktanteile sollten zulegen und es sollte auch einen positiven Effekt auf den Gewinn je Aktie haben. Der Experte erwartet sich von den neuen Elektromodellen mit hoher Stückzahl bei Erfolg auch eine Neubewertung der Aktien. Bereits 2022 oder spätestens 2023 könne VW bei den rein batteriebetriebenen Fahrzeugen im Konzern die Schwelle von einer Millionen Stück erreichen. Die Margen der Elektromodelle dürften ab 2023/24 auf Augenhöhe mit den Verbrennern liegen.

Arndt Ellinghorst von Bernstein Research hingegen empfiehlt den Verkauf der Aktien und warnte davor, VW nur anhand seiner Elektroplattformen zu beurteilen. Ohne einen mutigen und fokussierten Umbau des übermäßig komplexen und teuren traditionellen Verbrennergeschäfts berge der Wandel hin zur Elektrowelt viele Risiken.

Das macht die Aktie von Volkswagen

Die VW-Aktie -0,03% ist seit Jahresanfang der schwächste Wert unter den deutschen Autobauern. Und trotz des überwiegend positiven Sentiments der Experten gegenüber der Elektrostrategie hat das DAX-Papier erst vor einer Woche die 200 Tage-Linie und die Unterstützung bei 135 Euro unterschritten. Positive Nachrichten aus China könnten jedoch helfen einen Teil der Verluste wieder wettzumachen.

Mit Material von dpaAFX.
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