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Volkswagen-Werke bleiben zu – Warnung vor globalen Folgen des Coronavirus

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Coronavirus in China könnte nach Einschätzung der Boston Consulting Group der Autoindustrie empfindlich schaden. Volkswagen hat in China bereits einen Einbruch der Auslieferungen um 11 Prozent gemeldet – und jetzt sollen einige VW-Werke noch länger geschlossen bleiben.

BCG warnt vor globalen Auswirkungen

Allein in der besonders betroffenen Provinz Hubei würden an gut einem Dutzend Standorten fast zwei Millionen Autos pro Jahr gefertigt, heißt es in einer Studie der Beratungsgesellschaft BCG. Das seien etwa acht Prozent der Fahrzeugproduktion Chinas.

Das Coronavirus habe schon viele Branchen in Mitleidenschaft gezogen, so die BCG. "Aber die Autoindustrie sticht hervor als eine, die die Auswirkungen schnell und tief spürt angesichts der entscheidenden Rolle Chinas." So sei das Land der größte Absatzmarkt für Neuwagen und zugleich wichtiger Standort für Hersteller und Zulieferer.

Ein Produktionseinbruch könnte globale Folgen für Lieferketten haben, da China einer der größten Exporteure von Fahrzeugteilen sei – etwa bei Bremsen, Elektronik, Fahrgestellen und Rädern. Jede dieser Kategorien stehe für Exporte im Wert von 5 bis 6 Milliarden US-Dollar, so BCG. Über die Hälfte dieser Ausfuhren gehe in die USA und die EU.

VW-Auslieferungen brechen ein

China ist gerade für deutsche Hersteller von Bedeutung: Für Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist die Volksrepublik der wichtigste Markt.

Bei VW hat die neuartige Lungenkrankheit im Januar den Absatz belastet. Das Coronavirus und das in diesem Jahr frühere Neujahrsfest ließen die Auslieferungen aller Marken in China auf 343.400 Fahrzeuge fallen – ein Einbruch von 11,3 Prozent gemessen am Vorjahr. Weltweit sorgte das für einen Rückgang der Verkäufe um 5,2 Prozent. Bei VW steht China für gut 40 Prozent der Auslieferungen.

Werke bleiben geschlossen

Und es gebe weiterhin Probleme in den Lieferketten und der Logistik sowie nur begrenzte Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter der Produktion, teilte Volkswagen am Montag in Peking mit. Daher soll die Produktion in den Werken des Gemeinschaftsunternehmens mit der Shanghai Automotive (SAIC) erst am 24. Februar wiederaufgenommen werden. Bisher war dies für den 17. Februar geplant.

Die anderen Werke, die mit First Automotive Works (FAW) betrieben werden, hätten zum Teil die Produktion wiederaufgenommen oder dürften "in den kommenden Tagen" alle wieder laufen. Die Produktionsfähigkeit in jedem Werk werde einzeln überprüft, was zu unterschiedlichen Startzeiten führe, heißt es in der Mitteilung.

Das macht die VW-Aktie

Im vorbörslichen Handel reagiert die VW-Aktie +0,22% kaum auf die Meldung, dass die Werke länger geschlossen bleiben. Hält der schlechte Newsflow aus China an, könnte jedoch der noch junge Aufwärtstrend der Aktie in Gefahr sein. Die 200-Tage-Linie bei 160,31 Euro sichert jedoch nach unten ab – während die 90-Tage-Linie bei 174,49 nach oben begrenzt.


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