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Volkswagen: Zahlen brechen ein – Dividendenkürzung!

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Umsatz und Gewinne des Volkswagen-Konzerns brechen im ersten Halbjahr massiv ein. Der Ausblick für das Gesamtjahr bleibt vorsichtig – weshalb nun die Dividende gekürzt werden soll.

Vor Steuern stand im ersten Halbjahr ein Verlust von 1,4 Milliarden Euro – vor einem Jahr hatte VW hier noch 9,6 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Weil die Bänder vor allem im März und April lange stillstanden und in Europa sowie Nordamerika kaum Autos abgesetzt werden konnten, sackte der Umsatz um 23 Prozent auf 96 Milliarden Euro ab.

Beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen lag Volkswagen mit einem Minus von 0,8 Milliarden Euro leicht besser als die Schätzungen von Analysten. Vor einem Jahr hatte VW hier aber auch noch 10 Milliarden Euro verdient.

Der Lichtblick in den Zahlen war China. Zwar tauchen die chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit ihren zuletzt wieder anziehenden Auslieferungserfolgen in Umsatz und operativem Ergebnis des Konzerns aus Rechnungslegungsgründen nicht auf. Doch das anteilige operative Ergebnis der Joint Ventures lag im zweiten Quartal mit 1,13 Milliarden Euro rund 10 Prozent über dem Vorjahreswert. In China hatte VW im zweiten Quartal bereits wieder ein leichtes Wachstum bei den Auslieferungen erzielt.

Dividende aufgrund unsicheren Ausblicks gekürzt

Wegen der nach wie vor nicht verlässlich einschätzbaren weiteren Entwicklung will das Management den Dividendenvorschlag für das vergangene Jahr um 1,70 Euro auf 4,86 je Vorzugsaktie kürzen, um die Kasse zu schonen. Stammaktionäre bekommen jeweils 6 Cent weniger.

Bei den Geschäftsaussichten 2020 bleibt der Konzern, das operative Ergebnis soll zwar gravierend unter dem Vorjahreswert bleiben, aber noch positiv ausfallen. „Aufgrund des positiven Trends unseres Geschäfts in den letzten Wochen und der Einführung zahlreicher attraktiver Modelle blicken wir vorsichtig optimistisch auf das zweite Halbjahr", kommentierte Volkswagen-CFO Frank Witter.

VW hatte Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätssicherung ergriffen, die der Konzern nun als erfolgreich bezeichnete. Sie hätten die Auswirkungen der Krise verringert. Volkswagen hatte die Produktion seit Mitte März über Wochen stillgelegt, weil in den Autohäusern sowieso keine Autos verkauft werden konnten. Abrufe bei den Zulieferern wurden auf Eis gelegt, damit die Lager nicht überquollen. Zehntausende Mitarbeiter wurden in Deutschland in Kurzarbeit geschickt, ähnliche Maßnahmen ergriff der Konzern mit seinen Tochtermarken in anderen Ländern.

Das macht die Aktie von Volkswagen

Dass Volkswagen -0,02% die Corona-Krise bei Umsatz und Ergebnis voll zu spüren bekommt haben Anleger und Analysten erwartet. Die Aussicht auf eine deutliche Kürzung der Dividende kann zwar nicht überraschen, da VW schon durchblicken ließ, dass der ursprüngliche Dividendenvorschlag von 6,56 Euro je Vorzugsaktie nicht das letzte Wort sein musste. Dennoch sorgt die Kürzung bei auf Ausschüttungen orientierten Anlegern zu sichtbarer Verstimmung.

Die Volkswagen-Aktie reagiert im frühen Handel mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 135,90 Euro. Der Abwärtstrend der vergangenen Tage wird damit fortgesetzt.

Mit Material von dpaAFX.
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