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Volkswagen: Zwei Milliarden für China

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit neuen Investitionen von rund zwei Milliarden Dollar drückt Volkswagen bei den Elektroautos aufs Gas. Ziel der Investition: Volkswagens wichtigster Markt – China.

Zusätzlich zum bereits am Donnerstagabend bekannt gewordenen Einstieg beim Batteriehersteller Gotion High-Tech erhöhen die Wolfsburger auch ihren Anteil an dem Elektro-Joint-Venture JAC-Volkswagen. An der Mutter von JAC, der staatlichen JAG, übernimmt VW +0,01% dazu die Hälfte der Anteile. Insgesamt investiert der Konzern rund 2 Milliarden Euro, rund eine Milliarde davon entfällt auf den Einstieg bei Gotion High-Tech.

"Zusammen mit starken und verlässlichen Partnern baut Volkswagen seine E-Offensive in China weiter aus", sagte Vorstandschef Herbert Diess laut Mitteilung. "Das Segment der Elektroautos wächst schnell und bietet großes Potenzial für JAC-Volkswagen. Durch unsere strategische Beteiligung an Gotion treiben wir auch in China aktiv die Entwicklung der Batteriezelle voran."

Volkswagen will in seinem mit Abstand größten Einzelmarkt China 2025 rund 1,5 Millionen Elektroautos ausliefern. JAC ist das bisher kleinste Gemeinschaftsunternehmen der Wolfsburger im Land. JAC war 2017 gegründet worden, um kleine und mittelgroße Elektroautos zu bauen. Geplant sind fünf zusätzliche Modelle bis 2025, der Bau eines Werks für Elektromodelle und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum.

Bei Gotion High-Tech wird VW mit einem Anteil von rund 26 Prozent zum größten Einzelaktionär. Volkswagen ist damit nach eigenen Angaben der erste ausländische Konzern, der sich direkt an einem Batteriehersteller in China beteiligt.

Die Akkus gelten beim Hochfahren der Elektromobilität als knappes Gut, die Autobauer versuchen daher ihren Zugriff auf genügend Kapazität zu sichern. Auch in Europa will Volkswagen selbst Batteriezellen herstellen, was wegen der hohen Investitionskosten nicht jeder Autobauer in Angriff nimmt. In Salzgitter wird mit dem schwedischen Batteriespezialisten Northvolt zusammen eine Fertigung aufgebaut. In künftigen Elektroautos wird die Batterie nach Schätzung von Experten und Unternehmen einen Großteil der Wertschöpfung ausmachen.

China gilt als Leitmarkt für Elektroautos, weil die chinesische Regierung die schlechte Luft in den großen Städten des Landes bekämpfen und bei dem Thema weltweit Technologieführer werden will.

Mit Material von dpaAFX.
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