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Vonovia: Aktie gelingt nach Q-Zahlen der Ausbruch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Vonovia kann im ersten Quartal 2020 solide Zahlen vorlegen – und hält zudem an Prognose und Dividende fest. Das gefällt den Anlegern in Krisenzeiten. Die Aktie durchbricht gleich zwei wichtige charttechnische Marken.

Milliardenschwere Zukäufe im Ausland und höhere Mieteinnahmen haben Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia auch im Auftaktquartal 2020 mehr Gewinn beschert. Zudem profitierte der DAX-Konzern von seinem Wohnungsbestand, von Neubauten und Dachaufstockungen, aber auch von seinen Dienstleistungen rund um die Gebäude.

Im ersten Quartal erhöhte sich das operative Ergebnis (FFO) im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 335,5 Millionen Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag in Bochum mitteilte. Die Mieteinnahmen stiegen in den ersten drei Monaten bei einem weiterhin geringen Leerstand um rund 12,3 Prozent auf 564 Millionen Euro. Die Miete erhöhte sich im Schnitt auf 6,94 Euro pro Quadratmeter - das waren 5,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig steckte Vonovia mit 452,7 Millionen Euro deutlich mehr in Modernisierung, Neubau und Instandhaltung.

Reibungslos durch die Krise

Die Einziehung der Mieten für April verlief reibungslos. Es gab nur eine geringe Quote von Nichtzahlern. Allerdings könnten sich aufgrund der Viruskrise einige Modernisierungs- und Neubauprojekte in das Jahr 2021 verzögern.

Der Wohnimmobilien-Konzern wächst zugleich auch seit Längerem durch Übernahmen im In- und zuletzt auch im Ausland, etwa von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo), Franconia und Wiener Conwert. 2018 kamen Buwog aus Österreich und Victoria Park aus Schweden hinzu, 2019 auch der Stockholmer Wohnimmobilienkonzern Hembla AB. Zuletzt übernahm der Wohnungskonzern den Projektentwickler Bien-Ries. Mittlerweile gehören Vonovia mehr als 400.000 Wohnungen.

Management hält an Prognose und Dividende fest

Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Vonovia. Der Vorstand peilt für 2020 einen operativen Gewinn (FFO) von rund 1,275 bis 1,325 Milliarden Euro an. Das wäre ein Plus von bis zu 9 Prozent zum Vorjahr. Die Mieteinnahmen sollen auf rund 2,3 Milliarden Euro steigen, nach knapp 2,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Mieten sollen organisch zwischen 3,5 bis 4 Prozent zulegen, allerdings macht Vonovia dies von der Entwicklung in Berlin abhängig. An der Dividendenausschüttung hält der Konzern ebenfalls fest.

Das macht die Aktie von Vonovia

Analysten reagierten positiv auf den Quartalsbericht. So schreibt Goldman-Analyst Jonathan Kownator, dass die Corona-Krise bei der Immobiliengesellschaft kaum Spuren hinterlassen habe. Die Resultate seien insgesamt stark gewesen – die Aktien sollten davon profitieren.

Tatsächlich geht es mit den Vonovia-Aktien -0,58% am Dienstag rund 4, 6 Prozent auf 46,03 Euro nach oben. Damit kann die DAX-Aktie die 50-Tage-Linie bei aktuell 45,74 Euro durchbrechen – ein klares Kaufsignal. Charttechnisch ebenfalls für steigende Kurse spricht der Durchbruch des horizontalen Widerstandes bei 46 Euro. Es gilt jedoch abzuwarten, ob sich die Vonovia-Aktie auch im Tagesverlauf nachhaltig über den Marken halten kann.

Mit Material von dpaAFX.
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