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VW, Daimler und BMW im DAX top – deshalb...

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der US-Automarkt kommt nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder in Gang. Der Marktführer General Motors steigerte seine Verkäufe im ersten Quartal deutlich. Die deutschen Hersteller legten noch stärker zu. Das pusht die Aktienkurse von Volkswagen, Daimler und BMW am Dienstag deutlich.

Die bereits vor Ostern veröffentlichten US-Absatzzahlen glänzten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als die Pandemie das Geschäft zum Erliegen gebracht hatte. Vor allem SUVs und Pick-up-Trucks waren gefragt.

Durchweg Gewinne gegenüber Vorjahr

Volkswagen wurde in den drei Monaten bis Ende März nach eigenen Angaben 90.853 Neuwagen mit dem VW-Logo +0,21%  bei US-Kunden los, 21 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem die Nachfrage nach den Stadtgeländewagen Atlas und Tiguan blieb hoch und sorgte dafür, dass VW im März seinen verkaufsstärksten Monat seit 2012 erreichte. Bereits im Vorquartal war der Absatz um elf Prozent gestiegen.

Die Volkswagen-Tochter Audi verbuchte im ersten Vierteljahr ein noch stärkeres Verkaufsplus um 33 Prozent auf 54.840 Neuwagen. Der ebenfalls zum Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche setzte mit 17.368 Autos sogar knapp 45 Prozent mehr Autos ab. Bei BMW wuchsen die Verkäufe der Stammmarke um 20 Prozent auf 71.433 Fahrzeuge. Auch die Tochter Mini legte kräftig zu. Daimlers US-Marke Mercedes-Benz will ihre Zahlen erst kommende Woche vorlegen.

Der größte US-Hersteller GM steigerte den Absatz auf dem Heimatmarkt
- angetrieben vom boomenden SUV-Geschäft - um 3,9 Prozent auf 642.250
Fahrzeuge, obwohl der Mangel an Computerchips die Produktion wichtiger Modelle beeinträchtigt hatte.

Dieses Problem hatte auch Ford +0,23%. GMs größter US-Rivale setzte mit 521.334 Fahrzeugen kaum mehr ab als im Vorjahreszeitraum. Der zum Stellantis-Konzern -0,04%-Konzern gehörende US-Anbieter FCA meldete ein Absatzplus um 25 Prozent auf 469.651 Neuwagen. Toyota +3,84% legte um 22 Prozent auf 603.066 Stück zu.

Trotz des Chipmangels, der derzeit die Autoindustrie belastet, rechnen Analysten nach den starken Rückgängen des Vorjahres für 2021 wieder mit solidem Wachstum. "Das Vertrauen und die Ausgaben der Verbraucher werden angesichts der Konjunkturhilfen, zunehmender Impfungen und der schrittweisen Wiederöffnung der Wirtschaft weiter steigen", erklärte Chefökonomin Elaine Buckberg von GM. "Die Nachfrage nach Autos sollte das Jahr über stark bleiben."

Das machen die Auto-Aktien

Die Aktien der Autobauer profitieren nach den starken Absatzzahlen. Die Aktie von GM -0,50% stieg am Ostermontag an der Wall Street bereits um 5,6 Prozent.

Heute folgen Europas Auto-Aktien. Der Index für den europäischen Autosektor +0,47% erklimmt einen neuen Höchststand seit Anfang 2018.

Für die Vorzugsaktien von VW +0,21% geht es im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am vergangenen Donnerstag um 2,4 Prozent auf 246,90 Euro hoch. BMW -0,27% gewinnen am Vormittag knapp zwei Prozent auf 90,40 Euro. Daimler +0,05% rücken um 1,5 Prozent auf 76,44 Euro vor und die Anteile von Zulieferer Continental +2,24% verbessern sich um 1,4 Prozent. Die Aktie der Beteiligungsholding Porsche SE -0,32% steigen im MDAX um 1,9 Prozent auf 95,52 Euro. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Volkswagen Vz. (in Euro, Xetra)
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