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VW und BMW – Horrorzahlen aus den USA

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Einbrüche der Verkaufszahlen von bis zu 39 Prozent müssen die deutschen Autobauer im zweiten Quartal in den USA verkraften. Wahre Horrorzahlen – den Aktien von VW und BMW kann dies jedoch nichts anhaben.

In den drei Monaten bis Ende Juni wurden nur 69.933 Neuwagen mit dem VW-Logo verkauft. Das entspricht einem dicken Absatzminus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2020 verzeichnete VW einen Verkaufsrückgang um 22 Prozent.

Auch die Konzerntochter Audi -0,64% erlitt einen herben Dämpfer – hier sackte der Quartalsabsatz im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 34.843 Autos ab. Im bisherigen Jahresverlauf sanken die Verkäufe um ein Viertel. Der ebenfalls zum VW-Konzern gehörende Sportwagenbauer Porsche wurde im zweiten Quartal knapp 20 Prozent weniger Autos los.

Besonders stark unter der Corona-Krise litt der deutsche Oberklasseanbieter BMW. Nur 50.957 Neuwagen konnten von Anfang April bis Ende Juni an die US-Kundschaft gebracht werden – ein Rückgang um gut 39 Prozent. Seit Jahresbeginn sanken die Verkäufe um rund 28 Prozent.

Optimismus bleibt

Trotz der starken Einbußen blieb der zwischenzeitlich von Analysten befürchtete Kollaps des US-Automarktes aus. Die Hersteller halfen mit starken Rabatten nach, zudem sorgten die US-Konjunkturhilfen dafür, dass die Nachfrage nicht komplett zusammenbrach. Eigentlich herrschte zuletzt Optimismus für eine Erholung in der zweiten Jahreshälfte. Doch das dürfte weiterhin stark von der Corona-Pandemie abhängen.

Angesichts steigender Covid-19-Fälle in einigen US-Bundesstaaten gebe es weiterhin das Risiko von Rückschlägen, warnte Expertin Stephanie Brinley vom Marktforscher IHS Markit. "Unter den derzeitigen Umständen wäre es unmöglich, wenn die Autoverkäufe nicht drastisch von dieser Situation betroffen wären."

Das machen die Aktien von VW und BMW

Im Juni hat sich die Erholungsbewegung bei VW ausgebremst. Nach deutlichen Abschlägen zum Monatsbeginn pendelte die Volkswagen-Aktie +0,33% in den vergangenen Wochen zwischen der Unterstützung bei 130 Euro und dem Widerstand bei 136,50 Euro. Die Horrorzahlen aus dem zweiten Quartal können dem DAX-Papier in einem freundlichen Gesamtmarkt jedoch nichts anhaben – vorbörslich steigt die VW-Aktie rund 0,8 Prozent auf 134,30 Euro.

Bei BMW zeigt sich ein ähnliches Chartbild auf. Eine Unterstützung im Seitwärtstrend findet die BMW-Aktie -3,46% bei 56 Euro – nach oben deckelt aktuell der horizontale Widerstand bei 57 Euro ab. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag notierten die BMW-Papiere 0,9 Prozent im Plus auf 66,51 Euro.
Mit Material von dpaAFX.
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