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Walt Disney: Tiefrote Zahlen – doch es gibt einen Lichtblick

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Walt Disney muss in der Corona-Krise ein weiteres Quartal mit hohen Verlusten und sinkenden Umsätzen verkraften. Analysten hatten jedoch mit weitaus schlechteren Zahlen gerechnet.

In den drei Monaten bis Ende September betrug der Verlust unterm Strich 710 Millionen Dollar, wie Walt Disney am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahr hatte es noch 777 Millionen Dollar Gewinn gegeben. Dennoch erholte sich Disney langsam vom Corona-Schock, der weite Teile des Entertainment-Imperiums stillgelegt und im Vorquartal zu einem enormen Minus von 4,7 Milliarden Dollar geführt hatte.

Lichtblick Streaming-Geschäft

Als großen Erfolg hob Vorstandschef Bob Chapek erneut das Streaming-Geschäft rund um den Online-Videodienst Disney+ heraus, der zum Quartalsende bereits fast 74 Millionen Nutzer hatte und die Erwartungen damit übertraf.

Chapek bezeichnete das Streaming-Geschäft als den "Lichtblick" und als "Schlüssel zur Zukunft unseres Unternehmens". Erst im Oktober hatte Disney beschlossen, seine On-Demand-Video-Dienste noch stärker in den Vordergrund zu rücken. Auch Disneys Online-Services Hulu und ESPN+ steigerten ihre Nutzerzahlen im abgelaufenen Quartal kräftig, sie brachten es Ende September auf 36,6 Millionen beziehungsweise 10,3 Millionen Nutzer.

Der Streaming-Boom zahlt sich für Disney bislang jedoch nicht aus. Denn der Auf- und Ausbau der Video-Dienste verschlingt viel Geld. Die Sparte ist alles andere als profitabel, der Quartalsverlust belief sich auf 580 Millionen Dollar. Es waren damit weiterhin die klassische Kabelsparte und die Filmstudios, die das Geld verdienten. Allerdings reichten die Gewinne hier bei Weitem nicht, um die Konzernbilanz insgesamt ins Plus zu hieven.

Umsatzeinbruch wegen Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten

In der Gesamtbetrachtung bleibt Walt Disney stark angeschlagen, der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar. Besonders das Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten kriselt heftig. Die Erlöse sanken hier um 61 Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar, der Betriebsverlust betrug 1,1 Milliarden Dollar.

Das macht die Aktie von Walt Disney

Insgesamt lagen die Quartalszahlen jedoch deutlich über den Prognosen der Analysten, was die Kurse nachbörslich zunächst kräftig steigen ließ. Die Disney-Aktie +0,07% legte rund 3,3 Prozent auf 139,98 Dollar zu. Damit kann die Aktie nach dem zwölfprozentigen Kurssprung vom Montag aufgrund der Impfstoff-Nachrichten ihr hohes Niveau verteidigen.

Mit Material von dpaAFX.
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