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Was haben Wasserstoff und Salzgitter gemein?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit der neuen Wasserstoffstrategie der Regierung wird der Schulterschluss zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik gewagt. Grüner Wasserstoff soll eine zentrale Rolle bei der klimafreundlicheren Produktion von Gütern erhalten – auch beim Stahl.

An diesem Montag besucht Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) den Stahlkonzern Salzgitter. Mit dabei hat sie den Abgeordneten Stefan Kaufmann, seit wenigen Tagen Innovationsbeauftragter "Grüner Wasserstoff" im Ministerium. Wichtiger als dieser Titel ist aber die Botschaft dahinter.

Denn grün ist die Farbe der Hoffnung – auch für den Umbau der Stahlindustrie. Vor einem Monat verabschiedete das Bundeskabinett Milliarden-Zuschüsse und rechtliche Erleichterungen. Mit Förderprogrammen von sieben Milliarden Euro soll erreicht werden, dass sich Wasserstoff am Markt durchsetzt. "Der Schlüssel, um die Stahlbranche in Deutschland zu halten, ist der Einsatz von grünem Wasserstoff", sagte Karliczek.

Bei Salzgitter will sich die Ministerin über ein Projekt informieren, mit dem der Stahlhersteller den CO2-Ausstoß erheblich senken will. Als Teil der Klimastrategie des Unternehmens soll Kohle bei der Erzeugung von Eisen schrittweise durch Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Quellen ersetzt werden. Am Ende stünde eine Verminderung der CO2-Emissionen um 95 Prozent.

Zur Stahlerzeugung mit Wasserstoff prüft der Konzern mit Partnern derzeit einen Standort in Wilhelmshaven. Es werde angestrebt, zwei Millionen Tonnen direktreduziertes Eisen pro Jahr zu erzeugen, das per Bahntransport nach Salzgitter gebracht werden soll, hieß es vor wenigen Tagen.

Noch im Januar hatte Salzgitter-Vorstand Heinz Jörg Fuhrmann betont: "Die Stahlindustrie ist zwar in der Lage, einen substanziellen eigenen finanziellen Beitrag zur CO2-Minderung unserer Gesellschaft zu leisten, aber ohne eine öffentliche Anschub-Finanzierung wird das nicht umzusetzen sein".

Auf der Hauptversammlung des Konzerns vor wenigen Tagen bewertete Fuhrmann die jüngsten Maßnahmen der Regierung positiv. Das Konjunkturpaket und die Wasserstoffstrategie seien geeignet, bei der Dekarbonisierung der Industrie zügige Fortschritte zu unterstützen. Dasselbe gelte auch für das "Handlungskonzept Stahl", sagte Fuhrmann. Das will die Bundesregierung am Mittwoch im Kabinett verabschieden.

Das macht die Aktie von Salzgitter

Der heftige aber kurze Einbruch der Stahlnachfrage aufgrund der Corona-Krise hat die Aktie von Salzgitter +3,19% schwer getroffen. Rund um das Anziehen der Nachfrage und die Programme der Bundesregierung hat sich die Stimmung der Anleger jedoch wieder verbessert – für die Salzgitter-Aktie ging es wieder aufwärts. Auch in der neuen Handelswoche zeigt sich das SDAX-Papier stark und gewinnt rund 3,7 Prozent auf 12,98 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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