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Wirecard: 7 Dinge, die Anleger vor den Zahlen wissen sollten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wirecard hat noch immer unter den Vorwürfen rund um Bilanzierungsunregelmäßigkeiten zu kämpfen – auch wenn es zuletzt mit der Aktie wieder aufwärtsging. Mit Hochspannung blicken Anleger jetzt auf den nächsten wichtigen Termin am Freitag: Die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen 2019. Finanztreff.de liefert daher eine Übersicht, was Anleger vorab wissen sollten.

1. Erwartungen der Analysten an das Gesamtjahr

Die Wirecard-Analysten rechnen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 mit einem 34-prozentigen Umsatzanstieg auf 2,71 Milliarden Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird sogar ein Plus von 41 Prozent auf 792,3 Millionen Euro erwartet. Damit liegt der Analysten-Konsens nahezu exakt in der Mitte der vom Unternehmen angepeilt Spanne von 765 bis 815 Millionen Euro.

2. Sonderprüfung durch EY und KPMG

Wirecard-Chef Markus Braun will den Turbulenzen mit der Sonderprüfung endlich den Garaus machen. Im Kern geht es darum, ob das Unternehmen bei Töchtern in Dubai und Irland Umsätze und Gewinne zu hoch angesetzt hat. Neben dem regulären Hausprüfer EY durchforsten nun die Experten von KPMG die Bücher nach Auffälligkeiten. Wirecard weist nach wie vor alle Vorwürfe rund um Scheinbuchungen zurück, alle verbuchten Kundenbeziehungen und die Umsatzerfassung seien authentisch.

3. Probleme mit der Kapitalmarkt-Kommunikation

Wirecard ist auch durch ungeschickte Kommunikation immer tiefer in den Strudel rund um schlechte Nachrichten geraten. Als die britische "Financial Times" ("FT") Ende Januar mit kritischen Berichten rund um die Bilanzprobleme einer Tochter in Singapur begann, wiegelte Vorstandschef Braun noch ab, die Berichte seien "völlig substanzlos". Im Nachhinein musste der langjährige Chef dann aber Qualitätsprobleme und kleinere Fehlbuchungen einräumen.

4. Veränderung im Aufsichtsrat

Im Januar tauschte der Konzern überraschend den Aufsichtsratschef. Der ehemalige Oberkontrolleur Wulf Matthias war ebenfalls wegen des Umgangs mit der Affäre kritisiert worden. Der neue Chef des Aufsichtsgremiums Thomas Eichelmann verbreitete sogleich Optimismus in Sachen Sonderprüfung:  "Aus der Tatsache, dass wir noch keine Ad-hoc-Meldung abgegeben haben, können Sie Ihre Schlüsse ziehen".

5. Operative Stärke bleibt

Das eigentlich so brummende Tagesgeschäft gerät bei all dem in den Hintergrund. Dabei wollen die Aschheimer auch in diesem Jahr kräftig wachsen, das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf 1 bis 1,12 Milliarden Euro anschwellen. Die Zahlen für 2019 muss Wirecard erst noch bekanntgeben, gegenüber der Mitte der Prognosespanne (765 bis 815 Millionen Euro) wäre das ein Zuwachs von gut einem Drittel.

6. Investoren, Zukäufe und Kooperationen sollen Expansion sichern

Wirecard hat sich viel vorgenommen. Der Einstieg von Softbank über eine Wandelanleihe soll den Aschheimern bei den vielen Beteiligungen des Tech-Investors Türen öffnen. Zudem sollen die Japaner beim Markteintritt in Japan und Südkorea helfen. Auch in China legt das Unternehmen mit Zukäufen und Kooperationen einen Zahn zu. Damit sich die Ergebnisse aber wieder stärker in den Kursen widerspiegeln, muss Braun wohl ein sauberes Ergebnis der Sonderprüfung präsentieren.

7. Analysten bleiben positiv gestimmt

Die Branchenexperten sind der Wirecard-Aktie -7,26% gegenüber weiter positiv gestimmt. Von 17 seit Oktober erfassten Analysten empfehlen 13 das Papier zum Kauf, drei sind für das Halten der Titel, und nur die Bank of America rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 181 Euro derzeit rund 40 Euro über dem aktuellen Kurs.

Mit Material von dpaAFX.
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