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Wirecard-Konkurrent Adyen zeigt wie‘s geht

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Während der Rivale Wirecard nach dem Bilanzskandal in die Pleite stürzte, verzeichnet der niederländische Zahlungsabwickler Adyen im ersten Halbjahr trotz Corona-Krise weiteres Wachstum.

In den ersten sechs Monaten wickelte Adyen Zahlungen im Umfang von 129,1 Milliarden Euro ab und damit 23 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Einen kleinen Teil davon kassiert Adyen für die Abwicklung. Der Nettoumsatz legte in diesem Zuge um 27 Prozent auf knapp 280 Millionen Euro zu. Dabei federte der Boom des Online-Handels den Einbruch der Reisebuchungen und die wochenlange Schließung vieler Ladengeschäfte infolge der Pandemie ab.

Das EBITDA kletterte um 12 Prozent auf fast 141 Millionen Euro und lag damit bei rund 50 Prozent des Nettoumsatzes. Ein Jahr zuvor hatte diese Marge noch bei 57 Prozent gelegen. Adyen erklärte dies mit der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter, die das Unternehmen beim geplanten Ausbau seines Geschäfts unterstützen sollen.

Unter dem Strich wurde der Zahlungsabwickler ein Opfer seines eigenen Erfolgs. Weil der Wert der Adyen-Aktie zuletzt stark gestiegen war, musste das Unternehmen den Wert eines Finanzinstruments in seinen Büchern anpassen. Der Nettogewinn ging dadurch um 15 Prozent auf gut 78 Millionen Euro zurück.

Eine Prognose für die weitere Geschäftsentwicklung gab das Management weiterhin nicht ab. Der Zahlungsabwickler bestätigte allerdings die Mittelfristziele: So soll der Nettoumsatz im jährlichen Schnitt um einen mittleren Zwanziger- bis niedrigen Dreißiger-Prozentsatz steigen. Die EBITDA-Marge soll in diesem Zuge auf über 55 Prozent steigen. Mittelfristig könnte auch die Pleite des Rivalen Wirecard -0,297% den Niederländern in die Karten spielen.

Das macht die Aktie von Adyen

An der Börse wurden die Nachrichten mit einem Kursrutsch quittiert. Für die Adyen-Aktie +1,31% ging es um knapp fünf Prozent abwärts. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier jedoch rund 90 Prozent an Wert gewonnen. Analysten hatten zwar für das zweite Quartal mit einem schwierigeren Geschäft als zuvor gerechnet, aber dennoch im Schnitt bessere Zahlen erwartet.

Mit Material von dpaAFX.
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