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Zalando: Highflyer ist nicht zu bremsen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Für Zalando zahlt sich die Corona-Krise nach anfänglichen Schwierigkeiten aus. Nachdem am Anfang der Krise kaum jemand an den Kauf von Bekleidung gedacht hatte, zog das Geschäft deutlich an – und sorgte für steigende Aktienkurse.

Wegen der guten Geschäfte ab April und der starken Kundengewinnung traut sich das Unternehmen im laufenden Jahr trotz der Corona-Pandemie ein deutliches Umsatzplus zu. Zalando-Chef Rubin Ritter nannte sogar ein konkretes Ziel, was in diesen Zeiten ungewöhnlich ist und den Markt überzeugte. So sollen die Erlöse in diesem Jahr um 10 bis 20 Prozent im Vergleich zum 2019er Wert von 6,5 Milliarden Euro zulegen.

Das EBIT soll zwischen 100 bis 200 (2019: 225) Millionen Euro herauskommen. Damit liegen die neuen Vorgaben zwar unter den ursprünglich im Februar ausgerufenen und dann wegen der Corona-Krise zurückgezogenen Ziele, aber deutlich über dem, was Experten erwartet hatten.

Im ersten Quartal legte der Umsatz um knapp elf Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu. Wegen der Folgen der Corona-Krise wie der geringeren Nachfrage im März sowie Sonderabschreibungen auf den Warenbestand in Höhe von 40 Millionen Euro fiel jedoch in den ersten drei Monaten des Jahres ein Verlust von 98 Millionen Euro an. Im ersten Quartal 2019 hatte Zalando operativ noch rund sechs Millionen Euro verdient.

Unternehmenslenker Ritter und Finanzchef David Schröder äußerten sich Anfang Mai bei der Bekanntgabe der Prognose zuversichtlich, die Krise überstanden zu haben. "Als Unternehmen haben wir schnell Antworten auf die Herausforderungen im März gefunden und wir sehen eine deutlich positivere Entwicklung in den ersten Wochen des zweiten Quartals", sagte Schröder.

Das macht die Aktie von Zalando

Die Zalando-Aktie -1,30% ist für die Aktionäre ein Glücksfall – zumindest, wenn sie auch starke Nerven haben. Der kurzzeitige Corona-Schock, der das Papier im März zeitweise bis unter die Marke von 30 Euro gedrückt hatte, ist längst überwunden. Positiv aufgenommene Zahlen zum ersten Quartal Mitte April und vor allem der optimistische Ausblick auf das Geschäftsjahr Anfang Mai brachten den Stimmungsumschwung.

Mit knapp 60 Euro war das Papier am Dienstag so teuer wie noch nie. Der Kursgewinn seit dem Corona-Tief beläuft sich auf damit auf mehr als 100 Prozent. Mit einem Börsenwert von rund 15 Milliarden Euro gehört das Unternehmen damit zur Top Ten im MDAX +0,37%.

Nach der jüngsten Rally sehen die Analysten derzeit erst einmal kein weiteres Potenzial nach oben – selbst die größten Optimisten trauen dem Papier keine weiteren Kurssprünge mehr zu. Im Schnitt liegt das Kursziel der Experten bei etwas unter 50 Euro.

Mit Material von dpaAFX.
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