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AKTIE IM FOKUS 2: Anleger meiden Lufthansa vor nahender Kapitalerhöhung

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
(neu: Aktienkurs im 1. Absatz aktualisiert und Analystenkommentar im 5. Absatz)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine sich konkretisierende Kapitalerhöhung der Lufthansa -1,53% hat die Anleger am Dienstag vorsichtig werden lassen. Nach anfänglichen Kursgewinnen drehten die Papiere in die Verlustzone, zum Handelsende betrug der Abschlag gut drei Prozent auf 10,34 Euro. Damit fielen die Aktien unter die exponentielle 200-Tage-Linie bei 10,56 Euro, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt.

Zur Vorbereitung einer Kapitalerhöhung hat der Konzern nach eigener Aussage Banken beauftragt. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes (WSF) erwägt demnach, sich ohne den Einsatz zusätzlicher Mittel auf dem Wege einer sogenannten Opération Blanche an einer solchen zu beteiligen.

Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank schätzt das Volumen der Kapitalerhöhung auf etwa drei Milliarden Euro. Das entspreche in etwa der Hälfte der gegenwärtigen Marktkapitalisierung. Die Fluggesellschaft werde damit ausreichend mit Kapital ausgestattet sein. Mit der Erholung der Buchungszahlen könne die Lufthansa über den Sommer beim freien Barmittelzufluss wieder neutral abschneiden oder gar einen positiven Free Cashflow aufweisen.

Das Unternehmen hat zudem für das Jahr 2024 eine bereinigte operative Marge (Ebit) von mindestens acht Prozent in Aussicht gestellt. Experte Pehl nannte diese Zielvorgabe "nicht außer Reichweite", allerdings benötigten Investoren auch eine Marge in dieser Höhe. Die Lufthansa müsse zudem erst noch zeigen, dass sie über die Geschäftszyklen hinweg ausreichend profitabel wirtschafte, um den Aktienkurs zu rechtfertigen.

Analyst Wolfgang Donie von der Landesbank NordLB wertete die Ziele für 2024 positiv. Mit diesen könne die Lufthansa "das Investorenvertrauen in Bezug auf eine mögliche Kapitalerhöhung stärken". Könne das Unternehmen alle Maßnahmen umsetzen, so werde es gestärkt aus der Krise hervorgehen./bek/he


Quelle: dpa-AFX
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