DAX®15.705,81-0,33%TecDAX®3.813,57-0,87%Dow Jones 3035.490,69-0,74%Nasdaq 10015.598,39+0,25%
finanztreff.de

Bafin-Chef Branson: Ungewollte Nebenwirkungen von Basel 3 verhindern

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)Die neue Eigenkapitalrichtlinie Basel 3 sollten nach Aussage von Mark Branson, Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), nicht dazu führen, dass Mittelstandskredite oder Immobilienkredite teurer werden. "Es ist aus meiner Sicht nicht das Ziel dieser Reform, KMU-Kredite oder Immobilienkredite zu verteuern, und es ist auch nicht ihr Ziel, sie günstiger zu machen", sagte Branson. Ziel dieses Pakets sei es, zu verhindern, dass "Modellbanken" übermäßig profitierten.

Wenn es ungewollte Nebenwirkungen gibt, dann muss man einen anderen, äquivalenten Weg finden", fügte er hinzu. Er sagte auch: "Die Bafin will eine starke Umsetzung von Basel 3, und zwar schnell." Die Bafin legt die Eigenkapitalregeln allerdings nicht selbst fest, sondern überwacht nur ihre Einhaltung, und zwar bei nicht-systemischen Banken in Deutschland.

Branson bezog sich auf das Vorhaben des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht, die Möglichkeit der Banken, ihre Risikoaktiva und damit die Eigenkapitalanforderungen über interne Modelle kleinzurechnen, mit so genannten Output Floors zu begrenzen. Das hätte zur Folge, dass die so berechneten Risikoaktiva mindestens 72,5 Prozent der in einem Standardverfahren berechneten Aktiva ausmachen müssten.

Nach Aussage von Bankenvertretern würde eine Umsetzung dieses Plans zu deutlich höheren Eigenkapitalanforderungen führen und die Kreditvergabe beeinträchtigen. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing sagte in seiner Eigenschaft als Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), man werde versuchen, Erleichterungen bei Mittelstands- und Immobilienkrediten zu erreichen.

Die EU-Kommission wird in nächster Zeit einen Vorschlag für die Umsetzung von Basel 3 in europäisches Recht vorlegen.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/brb

END) Dow Jones Newswires

October 13, 2021 09:12 ET ( 13:12 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Mit zusätzlichen Sprinterverbindungen auf ausgewählten Strecken will die Deutsche Bahn mit ihrem neuen Fahrplan Inlandsflüge unattraktiver machen. Auf acht der zehn stärksten innerdeutschen Flugstrecken bietet die Bahn ab 2022 eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Flugzeug an. Glauben Sie, dass sich somit mehr Leute für die Bahn, statt für das Flugzeug, entscheiden?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen