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Broker-Aktien: Was ist nach dem Boom noch drin?

| Quelle: Marcus Landau | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Aktienhype lässt bei Online-Brokern die Kassen klingeln. Allerdings ist der Markt durch den Eintritt von sogenannten Neo-Brokern wie Trade Republic stark umkämpft. Bei der Aktie von flatexDEGIRO könnte ein Blick dennoch lohnen.

 

Wird aus den traditionell risikoscheuen Deutschen doch noch ein Volk von Börsianern? Fast scheint es so. Zuletzt war die neue Liebe der Bundesbürger zu den Finanzmärkten sogar dem „Spiegel“ eine Titelgeschichte wert. Millionen von Deutschen hätten die Börse entdeckt und wollen vom Boom bei Aktien und Kryptowährungen profitieren, schreibt das Nachrichtenmagazin. Zahlen des Deutschen Aktieninstituts bestätigen diese Einschätzung. Demnach waren im vergangenen Jahr 12,4 Millionen Menschen in Deutschland in Aktien investiert, besaßen also Aktien, Fonds- oder ETF-Anteile. Das sind 2,7 Millionen oder 28 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor.

 

Der Börsenboom sorgt bei Online-Brokern für rekordverdächtige Orderzahlen und Handelsvolumina und damit für steigende Gewinne. Online-Broker gibt es in Deutschland übrigens schon seit mehr als 20 Jahren. Zu den Pionieren gehörten damals Consors, Comdirect und die DAB Bank. Im Jahr 2015 wurde Trade Republic gegründet und brachte letztendlich das sogenannte Neo-Broker-Segment durch Wertpapierhandel per App ab Februar 2019 für einen geschlossenen Nutzerkreis und ab Mai 2019 ohne Nutzerbeschränkung nach Deutschland. Neu an dieser Art von Broker – hierzu zählen beispielsweise auch Smartbroker oder justTRADE – ist der kostenlose beziehungsweise sehr günstige Handel von Wertpapieren. Darüber hinaus ist die Benutzerführung sehr einfach gehalten. Der Zugriff auf das Depot erfolgt in vielen Fällen ausschließlich über das Smartphone, mit dem in Sekundenschnelle Wertpapieraufträge getätigt werden können. Vor allem bei jungen Leuten ist diese moderne Form des Wertpapierhandels sehr beliebt.

 

Trade Republic macht Schlagzeilen

 

Der Siegeszug der Neo-Broker, die im Grunde mehr FinTech als Bank sind, ist auch großen Investoren nicht entgangen. Für Schlagzeilen sorgte in diesem Zusammenhang vor Kurzem Trade Republic, der mit rund einer Millionen Kunden größte deutsche Neo-Broker. Das Berliner Unternehmen teilte Ende Mai mit, dass verschiedene Beteiligungsgesellschaften mehr als 900 Millionen US-Dollar in die Firma investiert haben. Damit gehört Trade Republic mit einer Bewertung von rund fünf Milliarden US-Dollar zu den wertvollsten privaten FinTechs in Europa. Da auf Orderprovisionen und Depotgebühren verzichtet wird, besteht die Haupteinnahmequelle vieler Neo-Broker aus Erträgen, die sie von den Handelsplätzen erhalten, an die sie die Orders weiterleiten. Dieses Flow-for-Order Modell ist dabei nicht ganz unumstritten und wird derzeit auch Seitens der Aufsichtsbehörden nach möglichen Nachteilen für die Kunden in Bezug auf die Qualität der gestellten Kurse durchleuchtet.

Dass diese verhältnismäßig geringen Erträge ausreichen um profitabel zu sein, liegt vor allem an den sehr schlanken Strukturen der Neo-Broker.

 

flatexDEGIRO im Höhenrausch

 

Neben der Qualität der gestellten Kurse sorgen sich viele Kunden auch um die Sicherheit ihrer Daten sowie den Schutz der angelegten Gelder. Viele Anleger bleiben daher traditionellen Online-Brokern treu. Zu den wachstumsstärksten Anbietern in diesem Segment zählt flatexDEGIRO. Die SDAX-Gesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main mischt mittlerweile seit 15 Jahren beim Wertpapierhandel mit. Ein Meilenstein war die Fusion mit DEGIRO im Juli des vergangenen Jahres, was den Geschäftszahlen zu einem enormen Schub verhalf. So erhöhte sich die Zahl der Kunden von 368.000 (Ende 2019) auf über eine Million (Ende 2020). Die ausgeführten Wertpapiertransaktionen sprangen im gleichen Zeitraum von gut 12 auf 75 Millionen Stück nach oben.

 

Im SDAX zählte der Titel in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Top-Performern. So hat die Aktie auf Sicht von 12 Monaten mehr als 170 Prozent hinzugewonnen, auf Basis von fünf Jahren hat sich der Kurs sogar versechsfacht. Zuletzt sorgte flatexDEGIRO mit neuen Zielvorgaben für Euphorie. So soll der Kundestamm bis 2026 auf sieben bis acht Millionen Personen ausgebaut und die jährlichen Transaktionen auf 250 bis 350 Millionen Orders gesteigert werden. Zuvor war lediglich von über 3 Millionen Kunden und jährlich 100 Millionen Transaktionen bis ins Jahr 2025 die Rede. Die massive Erhöhung der Zielvorgaben birgt aber auch Gefahren, sollte das Unternehmen hinter den ehrgeizigen Plänen zurückbleiben.

 

Chance für Trader

 

Nichtsdestotrotz strahlt der Titel mit einem relativ moderaten 2021er Kurs-Gewinn-Verhältnis von 19,8 weiterhin einen gewissen Charme aus. Risikofreudige Anleger, die bei flatexDEGIRO an eine Fortsetzung des Aufwärtstrends glauben, können mit einem Endlos Turbo Long (WKN: DV18C3) der DZ BANK überproportional an Kursgewinnen teilnehmen. Das Papier weist aktuell einen Hebel von 4,2 aus. Die Gefahr: Wird die Knock-out-Barriere – sie liegt momentan bei rund 84,10 Euro – von der Aktie verletzt, führt dies zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Wem dieses Chance-Risiko-Profil zu unbehaglich erscheint, kann Papiere mit tieferer Knock-out-Barriere wählen, wie etwa den Turbo Endlos Long mit der WKN DV1EXB. Hier liegt die Knock-out-Barriere bei rund 74,90 Euro und damit um rund 32 Prozent unter dem aktuellen Aktienkurs. Dafür fällt die Hebelwirkung mit 3,1 auch deutlich moderater aus.

 

 

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Marcus Landau

Marcus Landau Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK, schreibt zu aktuellen Markt- und Produktthemen. Als Abteilungsdirektor Public Distribution ist er bei der DZ BANK für die Bereiche Vermarktung und Emission von Hebelprodukten und Zertifikaten mitverantwortlich und besitzt rund 15 Jahre Branchenerfahrung. In seinen Kommentaren beleuchtet er regelmäßig verschiedene Märkte und zeigt Handlungsmöglichkeiten für Anleger und Trader auf.

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