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CORONA-BLOG/Merck: Covid-19-Pille senkt Krankenhausrisiko um 30% anstatt 50%

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Die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie in kompakter Form:


Merck: Molnupiravir senkt Covid-19-Krankenhausrisiko um 30% anstatt 50%

Das von Merck & Co. und Ridgeback Biotherapeutics zusammen entwickelte antivirale Covid-19-Medikament Molnupiravir hat in einer finalen Bewertung einer Studie das Risiko einer Krankenhauseinweisung oder eines Todesfalls weniger gesenkt als zuvor angenommen. Molnupiravir habe in der letzten Aktualisierung der Daten aus der MOVe-OUT genannten Studie das Risiko bei gefährdeten Erwachsenen mit leichtem bis mittelschwerem Covid-19 um 30 Prozent gesenkt, teilten beide Unternehmen mit. Im Oktober hatten sie der US-Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA eine Wirksamkeit von 50 Prozent gemeldet, basierend auf Zwischenergebnissen. Die FDA prüft derzeit eine Notfallzulassung von Molnupiravir. Virostatika werden voraussichtlich bei der Pandemiebekämpfung eine entscheidende Rolle spielen, da sie einfach eingenommen werden.


USA verbieten wegen neuer Corona-Variante Einreise aus acht Ländern Afrikas

Wegen der neuen Coronavirus-Variante verbieten jetzt auch die USA Einreisen aus Südafrika und weiteren Ländern der Region. Das Einreiseverbot für Menschen aus Botsuana, Lesotho, Mosambik, Malawi, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Eswatini wird am Montag in Kraft treten, wie ein US-Regierungsvertreter am Freitag sagte. US-Bürger und Menschen mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung in den Vereinigten Staaten sind von dem Verbot ausgenommen.


WHO stuft neue Coronavirus-Variante als "besorgniserregend" ein

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die zuerst in Südafrika neu festgestellte Coronavirus-Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Der Erreger mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 "weist eine große Zahl von Mutationen auf", begründete das zuständige WHO-Expertengremium am Freitag die Entscheidung. Die neue Variante wird demnach Omicron getauft.


Qiagen: PCR-Tests weisen auch neue Virusvariante ohne Einschränkungen nach

Qiagens Covid-19-PCR-Tests weisen auch Infektionen mit der neuen, in Südafrika entdeckten Variante ohne Einschränkungen wirksam nach. Wie der niederländische Hersteller der auf Polymerase-Kettenreaktionen (PCR) basierenden Tests mitteilt, habe er seine Sars-CoV-2-PCR-Tests erfolgreich auf die genetischen Mutationen der Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 geprüft.


Virusvariante: Italien stellt Flugverkehr mit Ländern des südlichen Afrika ein

Italien stellt wegen der in Südafrika neu aufgetretenen Coronavirus-Variante den Flugverkehr mit Ländern des südlichen Afrika ab sofort ein. Zudem dürfe bis auf italienische Staatsbürger niemand einreisen, der sich in den vergangenen zwei Wochen in der Region aufgehalten habe, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Freitag mit. Von der bis zum 15. Dezember geltenden Regelung sind Einreisen aus Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Namibia und Eswatini betroffen.


Niederlande vor weiterer Verschärfung der Corona-Maßnahmen

In den Niederlanden steht eine verschärfte Einschränkung des öffentlichen Lebens wegen der steigenden Corona-Zahlen bevor. Medienberichten zufolge beschloss die Regierung am Freitag, das Ende der Öffnungszeit für Bars, Restaurants, Kinos und nicht unbedingt notwendige Geschäfte auf 17.00 Uhr vorzuziehen. Bislang mussten Geschäfte um 18.00 Uhr schließen. Gastronomiebetriebe durften bis 20.00 Uhr geöffnet bleiben. Wie der öffentlich-rechtliche Sender NOS berichtete, sollen die Schulen vorerst offen bleiben, obwohl die größte Zunahme von Corona-Infektionen zuletzt bei Schulkindern verzeichnet worden war.


EMA: Aussagen über Impfstoff-Anpassung wegen neuer Corona-Variante "verfrüht"

Derzeit lässt sich nach Angaben der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) noch nicht abschätzen, ob die in Südafrika neu entdeckte Coronavirus-Variante eine Anpassung der Impfstoffe erforderlich macht. "Die EMA hält es zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht, die Notwendigkeit eines angepassten Impfstoffs mit einer anderen Zusammensetzung zur Bekämpfung dieser neuen Variante vorauszusehen", erklärte die Behörde am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. Südafrikanische Wissenschaftler hatten am Donnerstag mitgeteilt, die neue Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 gebe "Anlass zur Sorge". Sie könnte demnach wegen ungewöhnlich vieler Mutationen noch ansteckender sein als die derzeit grassierende Delta-Variante und die Impfstoffe weniger wirksam machen. Inzwischen wurde die Variante auch in Botsuana, Hongkong, Israel sowie - als erstem EU-Land - in Belgien bei Reisenden aus Afrika nachgewiesen.


Kommende Woche sollen knapp 11 Mio Booster-Impfdosen zur Verfügung stehen

Kommende Woche sollen Arztpraxen und Impfzentren knapp 11 Millionen Impfdosen für Booster-Impfungen erhalten. Grundlage seien bis Dienstagmittag eingegangene Bestellungen, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Die Auslieferung solle ab Montag erfolgen. Für die noch laufende Woche seien mehr als 7 Millionen Impfdosen ausgeliefert worden, es seien jedoch bislang nur 2,7 Millionen Impfungen tatsächlich verabreicht worden - nach 2,65 Millionen Impfungen in der Woche zuvor. Für die kommende Woche seien noch zusätzliche Bestellungen von Impfzentren und Praxen eingegangen, allerdings erst nach Ablauf der Bestellfrist. Es werde aber zusammen mit dem Großhandel geprüft, "was von den verspätet eingegangenen Bestellungen noch kurzfristig adressiert werden kann".


FDP-Politiker: Hotel-Quarantäne für Rückkehrer aus Südafrika denkbar

Der FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann hält eine Hotel-Quarantäne für Reiserückkehrer aus Südafrika für eine "denkbare Maßnahme". Die neu entdeckte Variante sei "besorgniserregend", sagte er dem Handelsblatt. Die ersten Zahlen, die man aus Südafrika erfahre, zeigten eine höhere Ansteckung. "Eine Herausforderung stellen nicht nur Direktflüge dar, sondern auch Reisende, die etwa mit einem Zwischenstopp über Schengen-Länder eingereist kommen", erklärte der Liberale. Und natürlich müsse rasch geschaut werden, wie die zugelassenen Impfstoffe angepasst werden könnten.


Belgien meldet ersten Fall neuer Corona-Variante in Europa

Belgien meldet eine erste Infektion mit der in Südafrika nachgewiesenen neuen Coronavirus-Variante. Der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke sagte am Freitag in Brüssel, ein aus dem Ausland kommender ungeimpfter Mensch sei positiv auf die Variante B.1.1.529 getestet worden. Deutschland und andere EU-Länder hatten zuvor angekündigt, deshalb den Flugverkehr mit Südafrika drastisch einzuschränken.


Neue Covid-19-Variante führt zu Reisebeschränkungen

Dutzende von Ländern haben den Reiseverkehr nach und aus Südafrika und den Nachbarländern eingeschränkt, in der Hoffnung, eine sich schnell ausbreitende neue Variante des Coronavirus einzudämmen, die nach Ansicht von Wissenschaftlern möglicherweise ansteckender ist und die Wirksamkeit der derzeitigen Covid-19-Impfstoffe beeinträchtigen könnte. Die Europäische Union teilte am Freitag mit, dass sie vorschlagen werde, eine "Notbremse" zu ziehen, um den Flugverkehr zwischen dem 27-Länder-Block und der Region des südlichen Afrikas zu stoppen, und begründete dies mit der Sorge über B.1.1.529. Nach Großbritannien und mehreren asiatischen Ländern, darunter Singapur, haben bereits mehrere Mitgliedstaaten Beschränkungen verhängt.


Biontech prüft Effektivität seines Impfstoffs gegen neue Coronavirus-Variante

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Südafrika prüft das Pharmaunternehmen Biontech eine mögliche Anpassung seines mRNA-Impfstoffs. "Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet", erklärte ein Biontech-Sprecher am Freitag. "Die Variante unterscheidet sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen im Spike-Protein hat." In spätestens zwei Wochen seien weiterführende Daten aus den Labortests zu erwarten. "Diese Daten werden uns Aufschluss darüber geben, ob es sich bei B.1.1.529 um eine Escape-Variante handeln könnte, die eine Anpassung unseres Impfstoffs erforderlich macht, wenn sich diese Variante international ausbreitet."

Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

November 26, 2021 15:06 ET ( 20:06 GMT)

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