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Corona-Erholung: US-Banken scheffeln Milliardengewinne

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Quelle: dpa-AFX

Die großen US-Geldhäuser reduzieren ihre Risikovorsorge aufgrund der Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise - das kommt den Bilanzen zugute. Dabei laufen die Geschäft nicht überall rund.

New York (dpa) - Der US-Finanzriese Citigroup hat im zweiten Quartal wegen stark gesunkener Kapitalpuffer für ausfallbedrohte Kredite wieder deutlich besser verdient. Im Vierteljahr bis Ende Juni schrieb die Bank unterm Strich einen Gewinn von 6,2 Milliarden Dollar (5,2 Mrd Euro), wie sie am Mittwoch in New York mitteilte.

Damit schnitt die Citigroup besser als von Experten erwartet ab. Die Aktie startete mit deutlichen Kursaufschlägen in den US-Handel. «Das Tempo der weltweiten wirtschaftlichen Erholung übertrifft unsere Erwartungen», sagte Citi-Vorstandschefin Jane Fraser. Das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen seien im Aufschwung.

Vor einem Jahr, als die Pandemie die Weltwirtschaft fest im Griff hatte, hatte sich die Bankenbranche noch für das Schlimmste gewappnet. Hohe Rückstellungen wegen einer befürchteten Welle an Kreditausfällen in der Corona-Krise ließen das Quartalsergebnis der Citigroup damals auf 1,1 Milliarden Dollar einbrechen.

Doch ein anhaltender Konjunkturabsturz konnte dank enormer Staatshilfen abgewendet werden. Inzwischen sind die Aussichten schon wieder viel besser. Die Citigroup konnte ihre Risikovorsorge verringern und löste im jüngsten Quartal Rückstellungen von 2,4 Milliarden Dollar auf. Von diesem Effekt profitierte die Bilanz.

Das Tagesgeschäft lief indes nicht besonders rund. Insgesamt gingen die konzernweiten Erträge um zwölf Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar zurück. Das Kreditkartengeschäft schwächelte weiter. Zudem belasteten niedrige Zinseinkünfte, ein Einbruch im Handelsgeschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und steigende Ausgaben das Geldhaus.

Die Bank of America steigerte den Quartalsgewinn ebenfalls kräftig. Der Überschuss fiel mit 9,2 Milliarden Dollar (7,8 Mrd Euro) mehr als zweieinhalb Mal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, wie der Finanzkonzern mitteilte. Hier ließ neben dem Abbau der Risikovorsorge auch ein positiver Steuereffekt das Ergebnis kräftig steigen. Die Erträge sanken hingegen um vier Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar.

Der US-Kreditriese Wells Fargo verdiente in den drei Monaten bis Ende Juni nach eigenen Angaben 6,0 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro). Vor einem Jahr hatten hohe Rückstellungen für drohende Kreditausfälle in der Corona-Pandemie noch einen Verlust von 3,8 Milliarden Dollar verursacht. Nun löste auch Wells Fargo einen wesentlichen Teil davon wieder auf, was das Quartalsergebnis kräftig steigen ließ.

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