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Deutsche Anleihen legen nach US-Inflationsdaten etwas zu

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 1 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutsche Bundesanleihen haben am Dienstag nach einer etwas gesunkenen US-Inflationsrate in die Gewinnzone gedreht. Bis zum frühen Abend stieg der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future -0,29% um 0,09 Prozent auf 171,90 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel auf minus 0,34 Prozent. In den meisten Ländern der Eurozone sanken die Renditen. Besonders deutlich fielen sie in Italien.

Die hohe Inflation in den USA hat sich im August abgeschwächt. Die Gesamtrate fiel wie von Analysten erwartet von 5,4 auf 5,3 Prozent, wie aus Regierungsdaten hervorgeht. Die oft weniger schwankende Kerninflationsrate sank jedoch deutlicher als erwartet auf 4,0 Prozent. Die Daten dürften den Druck auf die Fed mindern, rascher aus der lockeren Geldpolitik auszusteigen. Eine lockere Geldpolitik stützt tendenziell die Anleihen.

"Die Inflationsrate hat ihr Hoch hinter sich", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Zu einer merklichen Entspannung werde es aber erst zu Beginn des kommenden Jahres kommen. Volkswirt Dirk Chlench von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bezeichnete den schwachen Anstieg der Kernverbraucherpreise im Monatsvergleich als große Überraschung. "In den Reihen der US-Notenbank dürfte ein entspanntes Aufatmen zu vernehmen sein", so der Ökonom./jsl/men


Quelle: dpa-AFX
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