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DGAP-News: Union Investment: Nachhaltigkeit ist für die meisten Großanleger unverzichtbar (deutsch)

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Union Investment: Nachhaltigkeit ist für die meisten Großanleger unverzichtbar

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DGAP-News: Union Investment / Schlagwort(e): Nachhaltigkeit/Studie
Union Investment: Nachhaltigkeit ist für die meisten Großanleger
unverzichtbar (News mit Zusatzmaterial)

18.06.2021 / 10:05
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



* Professionalisierung der nachhaltigen Kapitalanlage schreitet voran

* 78 Prozent der institutionellen Anleger in Deutschland investieren
nachhaltig

* 92 Prozent erwarten in den nächsten zwölf Monaten weiter wachsendes
Volumen nachhaltiger Investments

* Investoren sind überzeugt: Klimawandel zu verhindern kostet weniger als
Bekämpfung der Folgen

Frankfurt am Main, 18. Juni 2021 - Bei den institutionellen Investoren in
Deutschland hat sich Nachhaltigkeit als fester Bestandteil der Kapitalanlage
etabliert. Ihr Know-how auf diesem Gebiet ist ebenso gestiegen wie ihre
Zufriedenheit mit nachhaltigen Investments. Die Reife des Marktes und die
zunehmende Professionalität der Akteure kommt auch darin zum Ausdruck, dass
immer mehr Investoren in der Lage sind, klassische und nachhaltige
Portfolios zu vergleichen. Obwohl bereits 78 Prozent der Großanleger
Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen, erwartet die große Mehrheit ein
dynamisches Marktwachstum. Das geht aus der Nachhaltigkeitsstudie von Union
Investment hervor, für die 201 institutionelle Anleger mit einem verwalteten
Vermögen in Billionenhöhe befragt worden sind.

Das wachsende Know-how der Investoren treibt die Professionalisierung der
nachhaltigen Kapitalanlage weiter voran. Drei Viertel der befragten
Großanleger bewerten ihre Kenntnisse zu nachhaltigen Kapitalanlagen als gut
oder sehr gut
- eine Steigerung um fünfzehn Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Mit zunehmender Expertise sehen sich immer mehr institutionelle Anleger in
der Lage, klassische und nachhaltige Portfolios miteinander zu vergleichen.
Rund vier Fünftel der Befragten, die sowohl klassisch als auch nachhaltig
investieren, können daher Bilanz ziehen: 78 Prozent von ihnen geben an, dass
die Rendite bei nachhaltigen Investments gleich hoch oder gar höher sei als
bei konventionellen Strategien. Und 79 Prozent bescheinigen den nachhaltigen
Anlagen ein ebenso gutes oder sogar besseres Risikomanagement als
konventionellen Investments.

Erstmals seit Beginn der Erhebung vor mehr als zehn Jahren wird das im Markt
verfügbare Angebot an nachhaltigen Investmentprodukten von einer Mehrheit
der Befragten (51 Prozent) positiv bewertet. Dagegen bewegten sich die
Zustimmungswerte in den letzten Jahren stets zwischen 30 und 35 Prozent.
Ausdruck einer zunehmenden Marktreife ist auch das verstärkte Engagement der
Investoren, die ihre Aktionärsrechte in größerer Zahl wahrnehmen. 37 Prozent
führen einen Dialog mit den Emittenten ihrer Anlagen. Allerdings sind die
aktiven Großanleger damit nach wie vor in der Minderheit.

"Beim nachhaltigen Umbau der Wirtschaft sind auch die Investoren gefragt.
Das Engagement als aktiver Aktionär spielt bei der Transformation der
Unternehmen eine wichtige Rolle. Es gilt, im Dialog mit den Emittenten die
Modernisierung der Wirtschaft zu fördern", betont Alexander Schindler,
Vorstand von Union Investment mit Zuständigkeit für das institutionelle
Kundengeschäft.

78 Prozent der institutionellen Anleger in Deutschland investieren
nachhaltig

Erhöht hat sich in den letzten fünf Jahren auch der Anteil der Investoren,
die Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigen: von 64 Prozent im Jahr 2017
auf aktuell 78 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl derer erheblich zurück,
für die ein Ausstieg aus der nachhaltigen Kapitalanlage vorstellbar ist -
von 23 Prozent im Jahr 2017 auf sieben Prozent in diesem Jahr.

Die fortschreitende Professionalisierung beim Thema Nachhaltigkeit, die
Leistungsfähigkeit der Portfolios und das breitere Angebot spiegeln sich
auch in der Zufriedenheit der institutionellen Investoren wider. Derzeit
sind 72 Prozent der Großanleger in Deutschland mit ihren nachhaltigen
Kapitalanlagen außerordentlich oder sehr zufrieden. Der Wert ist damit
gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozentpunkte gestiegen. Vor einigen Jahren
dagegen waren so zufriedene Investoren noch in der Minderheit (2017: 46
Prozent).

"Die Studienergebnisse unterstreichen, dass Nachhaltigkeit bei den meisten
institutionellen Investoren fest etabliert ist. Sie agieren bei diesem Thema
mit ebenso professioneller Selbstverständlichkeit wie bei den übrigen
Dimensionen der Kapitalanlage", stellt Schindler fest.

92 Prozent erwarten in den nächsten zwölf Monaten wachsendes Volumen
nachhaltiger Investments

Obwohl bereits viele Großanleger nachhaltig investieren, sehen sie noch
weiteres Wachstumspotenzial im Markt. Entscheidender Faktor für die
zukünftige Marktentwicklung ist aus ihrer Sicht die Regulierung. So nennen
78 Prozent veränderte regulatorische Anforderungen als entscheidenden
Impuls, sich intensiver mit der nachhaltigen Kapitalanlage zu beschäftigen
(Vorjahr: 70 Prozent). 92 Prozent erwarten, dass das Volumen nachhaltiger
Kapitalanlagen in den nächsten zwölf Monaten weiter wächst (Vorjahr: 83
Prozent).

Die Corona-Pandemie tut den Wachstumserwartungen der Investoren keinen
Abbruch. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) ist sogar der Ansicht, dass
der Markt für nachhaltige Investments nach Ende der Pandemie viel
dynamischer wachsen wird als zuvor. Die gegenteilige Auffassung vertreten 21
Prozent.

Investoren sind überzeugt: Klimawandel zu verhindern kostet weniger als
Bekämpfung der Folgen

Überwiegend einig zeigen sich die Großanleger in Bezug auf den Klimawandel:
So sind 88 Prozent überzeugt, dass es weniger kosten würde, den Klimawandel
zu verhindern, als für seine Folgen aufzukommen. Eine Eindämmung des
Klimawandels wiederum erfordert eine Transformation hin zu einer
nachhaltigeren Wirtschaft. Das größte Transformationspotenzial in Hinblick
auf die zu erzielende Nachhaltigkeitswirkung sehen die Investoren im
Energiesektor (98 Prozent, gefolgt vom Transportsektor (90 Prozent;
Mehrfachnennungen). Die Herausforderungen des Klimawandels schlagen sich
allerdings erst bei einer Minderheit der institutionellen Anleger im
Portfolio nieder. So ist bislang bei 34 Prozent der Befragten die
Ausrichtung der Investments auf die Pariser Klimaziele ein verbindliches
Element ihrer Anlagestrategie.

"Der unausweichliche Wandel in der Energiewirtschaft bietet solchen
Unternehmen Chancen, die sich schneller und besser auf die schärferen
CO2-Vorgaben
einstellen. Es gilt daher für Investoren, frühzeitig die
Transformationsgewinner zu identifizieren. Das fördert den nachhaltigen
Umbau der Wirtschaft und eröffnet gleichzeitig Renditechancen", sagt
Schindler.

Hinweis für die Redaktionen:

Für die diesjährige Untersuchung wurden von Februar bis April 2021 insgesamt
201 institutionelle Investoren in Deutschland befragt, die zusammen ein
Vermögen von rund sechs Billionen Euro verwalten. Zu den Befragten zählten
Versicherungen (Anteil: 19 Prozent), Großunternehmen (12 Prozent),
Altersversorger/Pensionskassen (14 Prozent), Stiftungen/Kirchen (14
Prozent), Kreditinstitute (20 Prozent) und Kapitalverwaltungsgesellschaften
(21 Prozent).




Zusatzmaterial zur Meldung:

Datei:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=c0084f3caa74e7858a2a77251300bffe
Dateibeschreibung: Studienbooklet



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Quelle: dpa-AFX
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