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Die Alternative:

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Alle Westbörsen treten zurzeit auf der Stelle. Wenn die Fed als größte Notenbank der Welt ebenfalls auf der Stelle tritt, bewegt sich gar nichts.

 

China macht indes vor, wie der Zusammenhang zwischen Börse einerseits und realer Wirtschaft andererseits funktioniert. In der Regel mit einer Zeitverschiebung um 3 bis 5 Monate. Am Chart des CSI 300 kann das jeder nachvollziehen.

Dieser Index erreichte im Januar seine absolute Spitze und bestätigte damit die guten Chinazahlen, die ihre Spitze erst im März erreichten, als der Index bereits die ersten 10 % verloren hat. Inzwischen hat er rd. 20 % korrigiert und alle China-Indikatoren folgen dem. Sie werden voraussichtlich ihre Tiefs in den nächsten 2 bis 4 Monaten erreichen. Die anschließende Wende beginnt der Aktienmarkt jedoch schon jetzt, neu einzupreisen.

 

Die Politik der Regulierungen durch den Staat sind nachzuvollziehen. Das gefällt niemanden im Westen und widerspricht sämtlichen Werten, die im Westen nun einmal selbstverständlich sind. Aber:

 

Schon Deng Xiaoping hat klar formuliert: Der Staat kontrolliert das System als Ganzes. Alle Menschen im Lande können umfangreich alle Geschäfte betreiben, soweit sie das System nicht berühren. Werden Grenzen erreicht, muss der Staat entscheiden, wie es weitergeht. Wer in diesem Fall mit Marktmacht staatliche Macht berührt, wird mithin unter Kontrolle gestellt. Für alle Online-Anbieter gilt dann das Gleiche, nämlich Kontrolle über Adressen oder anderen Zugängen, um zu verhindern, dass daraus politische Kombinationen erwachsen, die das System unterlaufen könnten. Denn dieses System will kommunistisch bleiben.

 

Der Schrecken ist nachvollziehbar. Gut 70 % der Kurse der bekannten China-Onlineadressen entfielen auf den New Yorker Handel. Der Anteil der Chinesen an den Verkäufen erweist sich als sehr gering. Schon darin allein liegt der Unterschied. Nehmen wir ein aktuelles Beispiel: Meituan ist mit geschätzt knapp 30 Mrd. € (umgerechnet) der wohl größte Essenslieferant der Welt. Eine Art Konkurrenz zu Delivery Hero. Im 2 Quartal wuchs der Umsatz um 77 %. Essenslieferungen haben nichts mit den genannten Risiken zu tun, wie sie etwa für alle Fintechs anzunehmen sind oder Onlineboards mit marktdominierender Stellung. Dennoch hat die Aktie über 60 % verloren und ist damit die zurzeit interessanteste Comeback-Spekulation dieser Art. Wie geht man mit Chinainvestments insgesamt um? Angemessen und schrittweise. Es reicht aus, in allen bekannten Titeln klein mitzumischen, also von Alibaba über Baidu, JD. Com etc. bis Xiaomi. Es ist die zurzeit beste Alternative, wie eingangs bemerkt.

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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