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Endspiel

| Quelle: Hans A. Berneck... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Das Endspiel im Abbau der Tech-Blase ist eröffnet. 5 % Apple-Verlust am Mittwoch kosteten rd. 130 Mrd. Dollar. Alle diese Techs zusammen schafften am gleichen Tag eine Summe um 1,3 bis 1,5 Bio. Dollar, die sich in Luft auflösten. Das ergibt in der Gesamtsumme geschätzte Beträge um 7 Bio. Dollar. Gemessen am größten Index, S&P 500, sind damit rund 20 % des Gesamtmarktes verschwunden.

Die Korrekturen aller anderen Sektoren halten sich in Grenzen. Das hat zur Folge, dass der Wertewandel von Growth zu Value weiterhin funktioniert. Beides ist relativ zu sehen, nämlich: Wenn alle Techs die genannten 7 Bio. Dollar verlieren, gewinnt der Rest vielleicht 1,5 oder 2 Bio. Dollar und nicht mehr. Dennoch entsteht daraus ein Marktgleichgewicht. Darauf habe ich mehrfach Bezug genommen.

Die Fed hat seit 2012 gut 8 Bio. Dollar als Liquidität in den Markt gepumpt. Dieser Betrag ist an der Bilanzsumme ablesbar. Somit hatte die Fed direkt und indirekt einen großen Teil der Tech-Blase finanziert. Auffangen konnte sie sie nicht und will sie auch nicht. Alle gekauften Bonds liegen weiterhin in ihrer Bilanzsumme, und zwar bis zur jeweiligen Fälligkeit. Die Restlaufzeiten hierfür betragen ca. 3 Jahre.

Die Zinspolitik der Fed ändert an diesen Relationen nichts. Weder qualitativ noch quantitativ. Die Fed kann jetzt nur darauf achten, dass die weitere Entwicklung nicht aus dem Rahmen fällt. Dies geschieht schrittweise und durchaus gekonnt, doch am Trend ändert sie vorerst nichts.

Mit einer hohen Barliquidität in diese Konstellation zu gehen, war umstritten. Ich habe zwischen 30 und 40 % Barliquidität jongliert. Für solide Portfolios reichten 30 %, für riskantere Portfolios galten 40 %. Im Zuge der zugespitzten Situation rund um die Ukraine und der problematischen Marktlage der Techs bin ich bis 50 % gegangen. Das erweist sich jetzt als ideal.

Barliquidität ist die Munition für neue Investments. Wann sie eingesetzt wird, lasse ich offen, aber Sie haben damit jederzeit die Gelegenheit, ein neues Portfolio nach neuen Gesichtspunkten aufzubauen.

Ihr

Hans A. Bernecker

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Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker Hans A. Bernecker ist das Urgestein der dt. Börse. Seit grob sechs Jahrzehnten bietet der Nationalökonom Orientierung bei der Markteinschätzung und der Ableitung von Investmentchancen. Neben seinem Informationsdienst "Die Actien-Börse" stehen diverse Börsenbriefe aus seinem Redaktionsteam. Charakteristisch ist sein Mut, bei Bedarf gegen den Meinungsstrom zu schwimmen. Dabei kommt ihm nicht nur sein langjähriger Erfahrungsschatz zugute, sondern auch unzählige persönliche Kontakte, die ihm besonders intime Einblicke ermöglichen.

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