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ESRB-Gremium schlägt makroprudenziellen Handlungsrahmen vor

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)Der wissenschaftliche Beratungsausschuss (ASC) des Systemrisikorats ESRB (European Systemic Risk Board) schlägt einen festen Handlungsrahmen für makroprudenzielle Maßnahmen vor, mit denen die Stabilität des Finanzsektors bewahrt werden kann - ähnlich wie Preisstabilität durch Zentralbanken. "Wir halten wir es für sinnvoll, mit einem praktischen Rahmen zu beginnen, der die gleichen grundlegenden Bestandteile (wie die Geldpolitik) enthält - ein Ziel, eine Reihe von Instrumenten und ein Modell, das diese beiden miteinander verbindet -, um ein Maß für den makroprudenziellen Kurs zu entwickeln", heißt es in einem Bericht des Beratungsgremiums.

Der ESRB ist die Institution, die Empfehlungen für Maßnahmen gibt, mit denen beispielsweise übergreifende Kreditrisiken oder Risiken für die Eigenkapitalausstattung von Banken eingedämmt werden können. So könnte der ESRB demnächst die Aktivierung antizyklischer Eigenkapitalpuffer empfehlen. In der Corona-Krise hatte er den Banken empfohlen, von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen abzusehen.

Makroprudenzielle Aufsicht nimmt den gesamten Sektor in den Blick, die Bankenaufsicht bzw. Versicherungsaufsicht (mikroprudenzielle Politik) dagegen das einzelne Institut. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zielt dagegen auf Preisstabilität, hat aber auch Auswirkungen für die Finanzstabilität - zum Beispiel, indem sie den Zusammenbruch von Märkten verhindert oder aber der Bildung von Preisblasen Vorschub leistet.

Angesichts der seit Jahren sehr expansiven Geldpolitik der EZB warnen Wissenschaftler, Analysten und Marktteilnehmer schon länger vor deren negativen Nebenwirkungen. Die EZB selbst veröffentlicht regelmäßig Finanzstabilitätsberichte, in denen sie zuletzt ihre eigene Geldpolitik als Stabilitätsrisiko aufführte.

Angegangen werden müssen diese Risiken laut EZB allerdings nicht von ihr selbst, sondern von der makroprudenziellen Politik. Doch die befindet sich laut ESRB derzeit auf einem Niveau, wie es die Geldpolitik in den 1960er Jahren hatte. Und sie hat kein einfaches numerisches Ziel wie die EZB, sondern will Wohlfahrtverluste verhindern. Chefin des ESRB ist EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/smh

END) Dow Jones Newswires

December 01, 2021 10:58 ET ( 15:58 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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