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EZB: Instrumente müssen divers und flexibel einsetzbar sein

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Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Reihe von Diskussionspapieren mit Bezug zu ihrer im Sommer abgeschossenen Strategiereform veröffentlicht. In einem dieser "Occasional Papers" kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit ihrer seit 2014 eingesetzten "unkonventionellen" Instrumente (Negativzins, Asset-Käufe, Forward Guidance) nachgelassen hat bzw. nachlassen dürfte. Deshalb müssten Diversifizierung und Flexibilität Leitlinien der Instrumentenauswahl sein, zumal die effektive Zinsuntergrenze künftig noch häufiger in Sicht kommen dürfte.

In Phasen, wo eine Annäherung an die effektive Untergrenze wahrgenommen wird, könnte eine Senkung des Einlagensatzes auf noch negativere Stände etwas von ihrer Wirksamkeit für Renditen und Finanzierungsbedingungen verlieren, die sie in den vergangenen Jahren gezeigt hat", heißt es in dem Papier. Auch der Einsatz anderer Instrumente, wie Forward Guidance und Asset-Käufe dürfte auf Widerstände stoßen, was Flexibilität und Anpassungsfähigkeit besonders wichtig mache.

Die im Rahmen des Pandemiekaufprogramms PEPP so nützliche zustandsabhängige Flexibilität beim Instrumenteneinsatz sei ein wirksames Mittel, um einer Fragmentierung entgegenzuwirken, die das Durchwirken des geldpolitischen Signals in alle Marktbereiche und Länder des Euroraums behindern würde. Dieses Motiv klingt in Forderungen von EZB-Offiziellen und Analysten an, die im Rahmen des PEPP mögliche Flexibilität beim Kauf von Staatsanleihen auf das APP-Programm zu übertragen.

Der EZB-Rat wird im Dezember darüber beraten, ob das PEPP im März 2022 beendet werden soll und wie die EZB anschließend für ausreichend geldpolitische Stützung sorgen könnte.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

END) Dow Jones Newswires

September 21, 2021 07:40 ET ( 11:40 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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