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Fed-Protokoll: Anleihekäufe könnten bis Mitte 2022 enden

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Von Nick Timiraos

WASHINGTON (Dow Jones)Die US-Notenbanker haben bei ihrer Ratssitzung im September Pläne zur Reduzierung des Anleihekaufprogramms (Tapering) ab nächstem Monat geprüft. Wie aus dem jetzt veröffentlichten Protokoll der Beratungen vom 21. und 22. September hervorgeht, könnten die Anleihekäufe womöglich bis Mitte nächsten Jahres ganz eingestellt werden. Das Sitzungsprotokoll zeigt zudem einen stärkeren Konsens darüber, wie die monatlichen Käufe von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren im Wert von 120 Milliarden US-Dollar reduziert werden sollen, da es Anzeichen dafür gibt, dass eine höhere Inflation und eine starke Nachfrage eine straffere Geldpolitik im nächsten Jahr erforderlich machen könnten.

Die Hälfte der 18 Fed-Vertreter war bei der vergangenen Sitzung des Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) der Ansicht, dass die Konjunkturerholung eine Zinserhöhung bis Ende 2022 erforderlich macht. Im Juni hatten hingegen lediglich sieben Notenbanker diese Auffassung vertreten. Die neuen Projektionen zeigten auch, dass mehrere Notenbanker im nächsten Jahr eine etwas höhere Inflation erwarteten als im Juni, und fast alle rechnen mit weiteren Zinserhöhungen im Jahr 2023.

Ein besonderes Augenmerk von Marktteilnehmern und Analysten liegt derzeit auf der Inflationsentwicklung. Die US-Verbraucherpreise stiegen im September mit einer Jahresrate von 5,4 (August: 5,3) Prozent. Das Inflationsziel der Fed beträgt 2 Prozent.

Allerdings verfolgt sie seit kurzen eine Strategie des Average Inflation Targeting. Statt einem sich aufbauenden Inflationsdruck wie früher vorbeugend zu begegnen und die Zinsen erhöhen, will sie nun für Jahre zu niedriger Inflation einen Ausgleich schaffen, indem sie höhere Inflationsraten toleriert. Allerdings ist die Inflation derzeit sehr hoch, und weder Fed noch Finanzmärkte haben Übung im Umgang mit diesem Konzept.

Die US-Notenbank hat bei ihrer Sitzung am 22. September signalisiert, dass sie im November mit der Rücknahme ihrer pandemischen Kaufprogramme beginnen und die Zinsen im nächsten Jahr anheben könnte. Der Zinsausschuss der Fed revidierte seinen Begleittext zum Zinsbeschluss dahingehend, dass er den Beschluss zur Reduzierung der Wertpapierkäufe in Höhe von monatlich 120 Milliarden Dollar bereits bei der nächsten Sitzung am 2. und 3. November fassen könnte.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/brb/err

END) Dow Jones Newswires

October 13, 2021 14:29 ET ( 18:29 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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