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Halbleiter-Knappheit bremst weltweiten Automarkt im 2. Halbjahr

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Während in den ersten fünf Monaten dieses Jahres der weltweite Automarkt um 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen ist, erwartet Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich schwächeres Wachstum. Hauptgrund sind die Engpässe bei Halbleitern, die bereits in größerem Maße zu Produktionskürzungen geführt haben, wie die Forschungseinrichtung mitteilte. Dies mache sich durch längere Lieferzeiten und deutlich weniger Neuzulassungen in der zweiten Jahreshälfte in wichtigen Automärkten bemerkbar.

Weltweit geht das CAR für 2021 von einem Marktwachstum von 9,3 Prozent auf 74,8 Millionen Pkw aus. Dudenhöffer geht nicht davon aus, dass wichtige Weltautomärkte bereits 2021 wieder ihre Vor-Corona-Volumen annehmen oder spätestens 2022. Würde man die ersten fünf Monate des Jahres als Maßstab nehmen, müssten die weltweiten Pkw-Verkäufe auch in der zweiten Jahreshälfte ihr stürmisches Wachstum fortsetzen. Die Konjunktur gebe einen immensen Rückenwind. Doch in Schlüsselmärkten wie China habe sich das Wachstum im April, Mai und Juni deutlich verschlechtert. Im Mai sei erstmals seit 13 Monaten in China ein Rückgang der Pkw-Verkäufe verzeichnet worden.

Hauptproblem sei die Produktverfügbarkeit wegen fehlender Halbleiter. Längere Lieferzeiten, weniger Nachschub in Händlerlagern, die Produktionsengpässe der letzten Monate würden sich zeitversetzt in den Verkaufszahlen niederschlagen. CAR geht davon aus, dass erst im Jahre 2025 ein neuer Rekord im weltweiten Automarkt erreicht wird.

Dabei werde der weltweite Automarkt durch zwei Engpass-Faktoren bis zum Jahr 2030 charakterisiert. Einerseits gebe es die Halbleiter-Knappheit, die sich bis zum Beginn des Jahres 2023 auswirke. Anschließend sieht CAR ein wichtiges Batteriezellen-Verfügbarkeitsproblem.

Durch die Halbleiter-Knappheit gingen im Jahr 2021 weltweit 5,2 Millionen Pkw-Neuwagen "verloren". Nach 2023 droht demnach ein Batterie-Zell-Engpass. Mit dem neuen US-Plan, in großem Maßstab die Elektromobilität auszubauen, mit den europäischen CO2-Regulierungen und dem Übergang zum Elektroauto in China steige die Nachfrage nach Elektroautos und damit Lithium-Ionen-Batterien erheblich.

Zwar würden in den USA, in Europa und in China erhebliche Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Zellen aufgebaut, aber der Aufbau der Zellfabriken brauche Zeit. Nach Einschätzung von CAR ist um das Jahr 2026 eine Art "PeakCell" erreicht. Das würde die Weltnachfrage nach Pkw um 4,4 Millionen Fahrzeuge einbremsen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/jhe/sha

END) Dow Jones Newswires

July 23, 2021 08:12 ET ( 12:12 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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