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JPMorgan macht fast zwölf Milliarden Dollar Quartalsgewinn

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Quelle: dpa-AFX

Die großen US-Geldhäuser haben sich in der Pandemie mit hohen Rückstellungen gegen eine Welle von Kreditausfällen gewappnet. Die blieb jedoch aus - auch dank enormer Staatshilfen. Davon profitiert auch JPMorgan Chase.

New York (dpa) - Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat angesichts stark gesunkener Kreditrisiken aufgrund der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise einen überraschend kräftigen Gewinnsprung im zweiten Quartal verbucht.

Mit rund 11,9 Milliarden US-Dollar (10,0 Mrd Euro) verdiente das größte US-Geldhaus rund zweieinhalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor. Das teilte JPMorgan am Dienstag in New York mit. Damit schnitt die Bank besser ab als von Analysten erwartet.

Konzernchef Jamie Dimon sprach von soliden Ergebnissen über alle Geschäftsbereiche hinweg und zeigte sich auch für das restliche Jahr zuversichtlich, da sich der wirtschaftliche Ausblick weiter verbessere. Der jüngste Gewinnsprung lag jedoch auch daran, dass JPMorgan netto 2,3 Milliarden Dollar an in der Corona-Krise gebildeter Risikovorsorge für ausfallbedrohte Kredite auflöste. Obwohl die Quartalszahlen über den Markterwartungen lagen, reagierten die Aktien der Bank vorbörslich zunächst mit leichten Kursverlusten.

JPMorgans Tagesgeschäft lief zuletzt deutlich weniger rund. Die gesamten Erträge der Bank gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund acht Prozent auf 30,5 Milliarden Dollar zurück. JPMorgan musste geringere Einnahmen im Wertpapierhandel verkraften, zudem lief das Geschäft mit Verbraucherkrediten weiter mau. Erfolge verbuchte das Geldhaus im klassischen Investmentbanking, wo nicht zuletzt die Flut an Börsengängen deutlich mehr Gebühren in die Kassen spülte.

Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs hingegen überzeugte zuletzt fast auf ganzer Linie. Mit fast 5,5 Milliarden Dollar (4,6 Mrd Euro) strich die Bank ihren bislang zweithöchsten Quartalsgewinn überhaupt ein. Ein Jahr zuvor hatten hohe Rückstellungen für drohende Kreditausfälle und eine Einigung in der milliardenschweren Korruptions- und Geldwäscheaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB den Gewinn von Goldman Sachs einbrechen lassen.

Die Nettoerträge - also die Einnahmen der Bank - legten im Jahresvergleich um 16 Prozent auf fast 15,4 Milliarden Dollar zu, wie Goldman Sachs mitteilte. Während die Erträge im Kapitalmarktgeschäft sprudelten, musste das Unternehmen im Handelsgeschäft einen Rückgang um fast ein Drittel hinnehmen. Vorstandschef David Solomon zeigte sich zwar zufrieden mit dem Geschäftsbericht, warnte jedoch auch vor weiteren Herausforderungen bei der Überwindung der Corona-Pandemie.

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