DAX®14.462,19+1,62%TecDAX®3.178,93+2,66%Dow Jones 3033.212,96+1,76%Nasdaq 10012.681,42+3,30%
finanztreff.de

Kreise/EU-Kommission: Staatlicher Deckel könnte gegen hohe Gaspreise helfen

| Quelle: dpa-AFX | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Für den Fall eines weitgehenden russischen Gas-Lieferstopps schlägt die EU-Kommission staatliche Preisdeckel gegen hohe Energiepreise vor. "Eine Möglichkeit wäre, die Preisbildung während dieses Störungsszenarios durch eine Preisobergrenze an den europäischen Gasbörsen zu begrenzen", heißt es in einem Papier, das die Kommission voraussichtlich nächste Woche vorstellen will und der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin wird auch betont, dass eine solche - zeitlich begrenzte - Maßnahme unter Umständen "erhebliche" Summen erfordere. Zuvor hatte die "Welt am Sonntag" über das Papier berichtet.

Zudem heißt es, dass eine solche Maßnahme Herausforderungen mit sich bringe. "Es müsste sichergestellt werden, dass die Einführung einer solchen Preisobergrenze den Zugang der EU zu Gas- und LNG-Lieferungen nicht verschlechtert." Bereits im März war auf einem EU-Gipfel lange und hart um das Thema gerungen worden. Am Ende gab es lediglich Ausnahmen für Spanien und Portugal. Länder wie Deutschland und die Niederlande lehnten damals einen solchen Markteingriff ab.

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium hieß es am Samstag, man kommentiere unveröffentlichte Papiere der Europäischen Kommission grundsätzlich nicht. Klar sei aber, "dass die Frage der Energiepreisentwicklung sowohl für die Wirtschaft wie auch für die Endverbraucher auch auf europäischer Ebene genau analysiert und beobachtet werden muss". Die Bundesregierung habe mit zwei Entlastungspaketen bereits Maßnahmen ergriffen.

Der Europaabgeordnete Michael Bloss kritisierte die Idee. "Den Gaspreis zu deckeln ist keine Lösung, damit werfen wir Putin und anderen Gaslieferanten Milliarden von Steuergeldern in den Rachen", sagte der Grünen-Politiker der dpa. Statt die "übertrieben hohen" Gaspreise zu bezahlen, brauche es ein Käuferkartell. Der Gaspreis falle, wenn etwa die die Gruppe der führenden demokratischen Industrienationen (G7) nur noch für einen geringen Preis Gas einkaufe./mjm/DP/zb


Quelle: dpa-AFX
Schlagworte:
, , , , , , , , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

Im Artikel erwähnt...

RWE St.
RWE St. - Performance (3 Monate) 40,33 -4,04%
EUR -1,70
Porträt - Chart - Kennzahlen - Firmenprofil
Fundamentale Analysen Urteil
26.05. RBC Positiv
26.05. JPMORGAN Positiv
25.05. DEUTSCHE BANK RESEARCH Positiv
Nachrichten
27.05. RWE: Aktie weiterhin unter Druck RWE St. 40,33 -4,04%
27.05. Germanwatch: Ortstermin in Peru wegen Klimaklage gegen RWE RWE St. 40,33 -4,04%
26.05. dpa-AFX: RBC belässt RWE auf 'Outperform' - Ziel 50 Euro RWE St. 40,33 -4,04%
Weitere Wertpapiere...
E.ON AG 9,75 -1,67%
EUR -0,17

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 22 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen