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MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben auch nach EZB auf Erholungskurs

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Europas Börsen waren auch am Donnerstag auf Erholungskurs. Im Blick stand die geldpolitische Entscheidung der EZB. Diese hat wie erwartet die Geldpolitik bestätigt und zugleich ihre Forward Guidance angepasst. Der EZB-Rat geht ab jetzt davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben, bis er einen Anstieg der Inflation auf das Ziel von 2 Prozent deutlich vor dem Ende des Projektionszeitraums und dauerhaft für den Rest dieses Zeitraums erkennen kann. Auch wird ein moderates temporäres Überschreiten des Inflationsziels von 2 Prozent akzeptiert.


Geldschleusen der EZB bleiben weit geöffnet

Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 15.515, für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,8 Prozent auf 4.059 nach oben. Nach Einschätzung der DWS bleibe es im Prinzip dabei, dass die Geldschleusen der EZB noch für eine sehr lange Zeit offen bleiben werden. Die neue geldpolitische Strategie mit dem symmetrischen Inflationsziel von zwei Prozent gebe der EZB dazu den Raum und der werde genutzt. Mit der Betonung auf das dauerhafte Erreichen des Inflationsziels gebe sie sich den Rahmen, sogar noch länger auf dem Gaspedal zu bleiben.

Für Verunsicherung sorge zwar weiter die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus vor allem in Ländern, die ihre Restriktionen frühzeitig gestrichen hätten, zum Wochenstart seien diese Sorgen aber über Gebühr hochgespielt worden, hieß es im Handel. Schwächer fielen derweil die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA aus.

Auf Unternehmensseite lief die Berichtssaison weiter. Der Pharmakonzern Roche hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die insgesamt als solide bezeichnet werden, auch wenn der Umsatz nur im erwarteten Rahmen gelegen habe. Das Momentum scheine etwas herauszugehen, heißt es. Der Kurs verlor 3,6 Prozent.

Beim Maschinenbauer ABB ging es um 1,5 Prozent nach oben, nachdem der Gewinn des Siemens-Wettbewerbers die Prognose um knapp 20 Prozent übertroffen hat, der Umsatz um etwa 3 Prozent. Aufgrund des stabilen Wachstumstrends und der hohen Dividendenrendite von über 4 Prozent sei die Aktie nicht hoch bewertet, so ein Händler.

In der Breite über den Erwartungen lagen die Geschäftszahlen von Givaudan. "Der freie Cashflow liegt allerdings mit 186 Millionen Franken deutlich unter der Schätzung von 311 Millionen", monierte ein Marktteilnehmer an den Zahlen des Symrise-Konkurrenten. Givaudan fielen um 0,6 Prozent, Symrise gewannen 0,4 Prozent.

Nach guten Halbjahreszahlen rückten Rational 5,6 Prozent vor.

Beim Konsumgüterriesen Unilever ging es nach Zahlen gleich um 5,2 Prozent nach unten. Der Ausblick sei schwach ausgefallen, hieß es im Handel. Das Kursminus erscheine aber übertrieben.

Beim französischen Werbekonglomerat Publicis (+0,3%) hat sich derweil das organische Wachstum im zweiten Quartal noch einmal deutlich beschleunigt.

Mit einem Rücksetzer von 6,4 Prozent zeigten sich Alstria Office. Der Immobilienkonzern teilte mit, derzeit gebe es keine Verhandlungen mit dem Aktionär Brookfield Asset Management zu einem möglichen Übernahmeangebot. Berichte darüber hatten den Kurs um 9 Prozent zuvor getrieben.


Die Geschäftszahlen von Amadeus überzeugen

Beim Personaldienstleister Amadeus Fire kamen die Zahlen besonders gut an, der Kurs stieg um 5,5 Prozent. Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr übertraf das Niveau des ersten Halbjahres 2020 um knapp 70 Prozent und lag damit auch 68 Prozent über dem des ersten Halbjahrs 2019, also vor der Pandemie. Stratec zogen um 5,3 Prozent an, nachdem der Hersteller vollautomatischer Analysensysteme im Bereich klinische Diagnostik und Biotechnologie die Umsatzprognose erhöht hat.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.059,05 +32,37 +0,8% +14,3%
Stoxx-50 3.514,33 +3,25 +0,1% +13,1%
Stoxx-600 456,53 +2,56 +0,6% +14,4%
XETRA-DAX 15.514,54 +92,04 +0,6% +13,1%
FTSE-100 London 6.968,30 -29,98 -0,4% +8,3%
CAC-40 Paris 6.481,59 +17,11 +0,3% +16,8%
AEX Amsterdam 739,03 +5,29 +0,7% +18,3%
ATHEX-20 Athen 2.053,72 +8,17 +0,4% +6,2%
BEL-20 Bruessel 4.218,70 +18,65 +0,4% +16,5%
BUX Budapest 47.756,88 -125,68 -0,3% +13,4%
OMXH-25 Helsinki 5.583,72 +37,08 +0,7% +21,8%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.452,46 -17,73 -1,2% -11,2%
OMXC-20 Kopenhagen 1.722,94 +14,84 +0,9% +17,6%
PSI 20 Lissabon 4.987,12 +28,18 +0,6% +2,4%
IBEX-35 Madrid 8.621,80 +54,80 +0,6% +6,8%
FTSE-MIB Mailand 24.805,21 +129,60 +0,5% +11,0%
RTS Moskau 1.599,74 +13,62 +0,9% +15,3%
OBX Oslo 999,57 +0,20 +0,0% +16,4%
PX Prag 1.192,24 +4,12 +0,3% +16,1%
OMXS-30 Stockholm 2.352,35 +17,97 +0,8% +25,5%
WIG-20 Warschau 2.229,86 -12,11 -0,5% +12,4%
ATX Wien 3.414,68 +10,40 +0,3% +22,3%
SMI Zuerich 11.977,00 -44,58 -0,4% +11,9%

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:20 Mi, 17:16 % YTD
EUR/USD 1,1764 -0,3% 1,1793 1,1792 -3,7%
EUR/JPY 129,54 -0,4% 129,93 130,13 +2,7%
EUR/CHF 1,0822 -0,0% 1,0822 1,0832 +0,1%
EUR/GBP 0,8558 -0,5% 0,8592 0,8621 -4,2%
USD/JPY 110,10 -0,2% 110,18 110,35 +6,6%
GBP/USD 1,3745 +0,2% 1,3730 1,3679 +0,6%
USD/CNH (Offshore) 6,4762 +0,2% 6,4686 6,4673 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 32.492,76 +2,1% 32.046,76 31.859,26 +11,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 71,19 70,30 +1,3% 0,89 +47,7%
Brent/ICE 72,89 72,23 +0,9% 0,66 +42,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.806,86 1.803,55 +0,2% +3,31 -4,8%
Silber (Spot) 25,33 25,28 +0,2% +0,05 -4,0%
Platin (Spot) 1.088,50 1.083,43 +0,5% +5,08 +1,7%
Kupfer-Future 4,32 4,28 +1,1% +0,05 +22,5%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

July 22, 2021 12:07 ET ( 16:07 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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EUR +32,00
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EUR -0,40
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PSI 20® 5.730,84 -0,54%
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L/E-MDAX® Index EUR (Total Return) 34.709,19 +0,51%
PKT +176,83
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