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MÄRKTE EUROPA/China-Daten belasten - Philips senkt Ausblick

| Quelle: Dow Jones Newsw... | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
FRANKFURT (Dow Jones)Die europäischen Börsen sind am Montag mit Verlusten in die Woche gestartet. Im Handel war von Gewinnmitnahmen nach der kleinen Rally der Vorwoche die Rede. Die Konsolidierung sei begrüßenswert, hieß es. Charttechnisch stelle diese kein Risiko dar. Fundamental belasteten enttäuschende Wachstumszahlen aus China bei zugleich weiter anziehenden Rohstoffpreisen. Der DAX gab 0,7 Prozent auf 14.474 Punkte nach, der Euro-Stoxx-50 fiel 0,8 Prozent auf 4.151 Zähler.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt leidet unter den jüngsten Lockdowns sowie galoppierenden Strompreisen. Das chinesische BIP-Wachstum hat sich daher im dritten Quartal mit 4,9 Prozent stärker verlangsamt als mit 5,1 Prozent erhofft. Die Industrieproduktion ging mit 3,9 Prozent noch stärker zurück als Volkswirte prognostiziert hatten. Auch die Daten zur US-Industrieproduktion und -Kapazitätsauslastung im September waren unter den Erwartungen ausgefallen.


Berichtssaison im Blick - Philips senkt den Ausblick

In den kommenden Tagen nimmt die Berichtssaison in Europa weiter Fahrt auf. Für die Konzerne im breiten Stoxx-600-Index erwarten Analysten eine deutliche Erholung der Gewinne vom Corona-Dämpfer des Vorjahresquartals. Allerdings schätzen sie, dass die Gewinne rund 10 Prozent niedriger ausgefallen sein könnten als in der zweiten Periode. Der stärkste Rückgang wird bei Autoherstellern und Finanzunternehmen erwartet. Für den Autosektor ging es europaweit im Schnitt um 1,9 Prozent nach unten.

Auch die Aktien von Luxusgüterherstellern lagen zu Wochenbeginn sehr schwach im Markt. Hintergrund waren die enttäuschenden Wirtschaftsdaten aus China. China stellte in den vergangenen Jahren den mit Abstand wichtigsten Wachstumsmarkt die Branche. LVMH gaben 2,2 Prozent nach, Kering 2,4 Prozent, Hugo Boss 2,1 Prozent oder Burberry 1,9 Prozent.

Geschäftszahlen zum dritten Quartal legte der niederländische Medizintechnikkonzern Philips vor. Die Aktien gaben 3,1 Prozent ab. Im Blick stand der gesenkte Ausblick. Philips erwartet nun wegen der Lieferkettenprobleme einen geringeren Umsatzanstieg als zuvor. Nach Ansicht von Jefferies kam die Prognosesenkung nicht ganz überraschend. Die Umsatzeinbußen gingen vornehmlich auf Probleme mit den Beatmungsgeräten zurück, aber auch auf hohe Basiseffekte.

Playtech haussierten an der Börse in London um fast 60 Prozent auf 679 Pence und schlossen damit knapp unter den gebotenen 680 Pence. Das Unternehmen hatte der Übernahme von 2,1 Milliarden Pfund durch das an der australischen Börse notierte Unternehmen für Spielinhalte und -technologie, Aristocrat Leisure, zugestimmt. Damit hielt die Konsolidierung im Sektor weiter an. Playtech ist Marktführer bei B2B-Lösungen und Plattformen für Sportwetten.


Valneva mit vielversprechenden Ergebnissen

Auch Valneva haussierten mit Aufschlägen von fast 33 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen hatte vielversprechende Ergebnisse der Phase-3-Studie seines Corona-Impfstoffkandidaten veröffentlicht. Dieser habe beide primäre Endziele erreicht. Der Impfstoffkandidat weise einen höheren Wirkungsgrad als der von Astrazeneca auf bei zugleich weniger Nebenwirkungen, hieß es. Astrazeneca verloren 1,1 Prozent.

Für die Aktie von Umicore ging es um 3,9 Prozent nach unten. Das Unternehmen wurde beim Ausblick vorsichtiger und erwartet nun beim 2021er bereinigten EBIT rund 1 Milliarde Euro. Diese Größenordnung lag im Rahmen der Erwartungen, der Konsens geht aktuell von 1,01 Milliarden aus. Grund seien die gedrosselte Automobilproduktion gepaart mit höheren Transport- und Energiekosten, hieß es von Markteilnehmern. Zudem verschiebe sich der Start der Produktion in Polen nochmals und werde nun für das zweite Quartal 2022 erwartet.



Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.151,40 -31,51 -0,8% +16,9%
Stoxx-50 3.607,17 -20,88 -0,6% +16,1%
Stoxx-600 467,04 -2,35 -0,5% +17,0%
XETRA-DAX 15.474,47 -112,89 -0,7% +12,8%
FTSE-100 London 7.205,34 -28,69 -0,4% +12,0%
CAC-40 Paris 6.673,10 -54,42 -0,8% +20,2%
AEX Amsterdam 796,74 -3,67 -0,5% +27,6%
ATHEX-20 Athen 2.154,82 -8,80 -0,4% +11,4%
BEL-20 Brüssel 4.178,35 -26,95 -0,6% +15,4%
BUX Budapest 54.637,92 -126,42 -0,2% +29,8%
OMXH-25 Helsinki 5.444,33 -23,98 -0,4% +18,7%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.523,44 +7,69 +0,5% -6,9%
OMXC-20 Kopenhagen 1.768,84 +6,29 +0,4% +20,7%
PSI 20 Lissabon 5.658,55 -39,34 -0,7% +14,7%
IBEX-35 Madrid 8.936,00 -61,00 -0,7% +10,7%
FTSE-MIB Mailand 26.268,62 -220,56 -0,8% +19,1%
RTS Moskau 1.876,56 -15,00 -0,8% +35,3%
OBX Oslo 1.070,43 +7,19 +0,7% +24,6%
PX Prag 1.354,54 -7,24 -0,5% +31,9%
OMXS-30 Stockholm 2.311,70 -3,28 -0,1% +23,3%
WIG-20 Warschau 2.459,81 +5,83 +0,2% +24,0%
ATX Wien 3.781,37 +0,95 +0,0% +35,0%
SMI Zürich 11.968,08 +6,74 +0,1% +11,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,15 +0,02 +0,43
US-Zehnjahresrendite 1,59 +0,02 +0,68

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:10 Uhr Fr, 17:21 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1615 +0,1% 1,1579 1,1603 -4,9%
EUR/JPY 132,68 +0,1% 132,29 132,47 +5,2%
EUR/CHF 1,0720 -0,0% 1,0713 1,0714 -0,8%
EUR/GBP 0,8458 +0,3% 0,8438 0,8432 -5,3%
USD/JPY 114,24 -0,0% 114,24 114,17 +10,6%
GBP/USD 1,3731 -0,2% 1,3724 1,3761 +0,5%
USD/CNH (Offshore) 6,4257 -0,1% 6,4357 6,4333 -1,2%
Bitcoin
BTC/USD 62.214,26 +2,5% 62.391,76 59.798,01 +114,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 82,16 82,28 -0,1% -0,12 +71,7%
Brent/ICE 84,47 84,86 -0,5% -0,39 +66,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.766,47 1.767,61 -0,1% -1,14 -6,9%
Silber (Spot) 23,25 23,31 -0,3% -0,06 -11,9%
Platin (Spot) 1.038,70 1.059,95 -2,0% -21,25 -3,0%
Kupfer-Future 4,72 4,73 -0,3% -0,01 +33,8%


Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

END) Dow Jones Newswires

October 18, 2021 12:23 ET ( 16:23 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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